Gamesa-Windpark in Indien: Das Unternehmen ist auf Onshore-Anlagen spezialisiert und fusioniert mit der Windsparte von Siemens. Dadurch entsteht einer der größten Windkraftkonzerne der Welt. / Foto: Gamesa

26.10.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Gamesa-Aktionäre stimmen Fusion mit Siemens Wind Power zu – das sind die nächsten Schritte

Für den spanischen Windkraftkonzern Gamesa ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zu Fusion mit der Siemens-Windsparte gefallen: Wie der Turbinenhersteller mitteilte, stimmten 99,75 Prozent der Gamesa-Aktionäre der Fusion bei einer außerordentlichen Versammlung im baskischen Zamudio zu. Gamesa wird demnach alle Windkraft-Vermögenswerte von Siemens übernehmen und firmiert weiter unter eigenem Namen – dafür erhält Siemens neu ausgegebene Gamesa-Aktien.

Der Anteil von Siemens am neuen Unternehmen soll 59 Prozent betragen. Der spanische Stromproduzent Iberdrola behalte einen 8-Prozent-Anteil, hieß es. Die Gamesa-Aktionäre bewilligten außerdem eine Extra-Dividende in Höhe von rund 3,6 Euro je Aktie, die von Gamesa nach der abgeschlossenen Fusion ausgezahlt wird.

Einer der größten Windkraftkonzerne der Welt entsteht

Mit der Übernahme werde ein weltweit führender Player der Windindustrie entstehen, sagte Ignacio Martín, Executive Chairman (Vorstandsvorsitzender) von Gamesa. Das betreffe sowohl das Onshore-Segment, auf das Gamesa spezialisiert ist, als auch die  Offshore-Windkraft, wo die Siemens-Windsparte führend ist.  Die Spanier sind vor allem in Schwellenländern aktiv, wo Siemens wiederum bislang kaum Windkraftgeschäfte gemacht hat. Ein weiteres Plus von Gamesa ist das umfangreiche Projektierungs- und Servicegeschäft.

Gemeinsam seien die Unternehmen auf allen fünf Kontinenten vertreten – mit einer Kapazität von fast 70 Gigawatt (GW), einem Auftragsbuch im Wert von 21 Milliarden Euro, etwa 22.000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro, wo bei das EBIT (Gewinn vor Steuern und Erträgen) 915 Millionen betrage.  Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung hatte die Gamesa-Führung zuletzt die Jahresprognose erhöht.

So geht es mit Gamesa und Siemens weiter

Im nächsten Schritt muss Gamesa eine Einwilligung von der spanischen Aufsichts- und Regulierungsbehörde für den Wertpapierhandel (die "CNMV") einholen: Damit soll Siemens davon befreit werden, ein öffentliches Übernahmeangebot machen zu müssen. Auch eine Genehmigung der Kartellbehörde steht noch aus.

Gamesa Corp. Tecnologica SA: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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