Fonds haben gute langfristige Rendite-Aussichten. Noch besser werden sie, wenn beim Fondskauf kein Ausgabeaufschlag anfällt. / Foto: Pixabay

  Fonds / ETF

Grüne Fonds kaufen ohne Ausgabeaufschlag – so geht es

Wer Fonds kauft, zahlt in vielen Fällen einen sogenannten Ausgabeaufschlag, eine Gebühr von meist 3 bis 5 Prozent. Diese Kosten können Sie vermeiden, wenn Sie Ihre nachhaltigen Fonds online bei Fondsshops erwerben.

Ausgabeaufschläge werden nur bei aktiv gemanagten Fonds fällig, nicht bei ETFs. Wenn Sie einen Fonds kaufen und dann zehn Jahre oder länger halten, hat der Ausgabeaufschlag verhältnismäßig geringe Auswirkungen auf die Rendite, denn er wird nur einmal fällig, beim Kauf. Die Jahresgesamtkosten eines Fonds (oft auch als Total Expense Ratio, kurz TER bezeichnet) müssen Sie hingegen jedes Jahr wieder zahlen.

Aber erst wenn Sie einen Fonds sehr lange im Depot haben, ist der Renditeverlust kaum noch wahrnehmbar. Und falls Sie regelmäßig Fonds kaufen und verkaufen, sind die Ausgabeaufschläge ein echter Renditekiller. Natürlich können Sie diesen in Kauf nehmen, wenn Sie beispielsweise eine grüne Bank unterstützen wollen, die nachhaltige Fonds anbietet. Aber Sie müssen es nicht.

Das Angebot ist groß

Spezialisierte Fondsbanken verkaufen Fonds überwiegend ohne Ausgabeaufschlag. Drei der wichtigsten Fondsbanken in Deutschland sind Ebase, die FIL Fondsbank (FFB) und die Fondsdepot Bank. Sie haben zwischen knapp 8.000 und mehr als 12.000 aktiv gemanagte Fonds im Angebot, viele davon auch als Sparpläne.

Fondsbanken betreiben zwar kein Privatkundengeschäft, arbeiten aber mit Online-Fondsshops (auch Fondsvermittler genannt) zusammen, die als Bindeglied zwischen den Banken und privaten Anlegerinnen und Anlegern fungieren. Von diesen Fondsshops gibt es viele, die Zeitschrift „Finanztest“ listet in einer Zusammenstellung 19 auf (Stand April 2022). Einige kooperieren mit nur einer Fondsbank, andere wie envestor.de, fonds-sparkauf.de oder fonds4you.de mit mehreren.

Die Fondsshops vermitteln nicht nur den Kauf von Fonds ohne Ausgabeaufschlag, sondern übernehmen auch oft ab einem Fonds-Depotvolumen von 25.000 Euro die ohnehin schon niedrigen jährlichen Depotkosten der Fondsbanken (in den meisten Fällen maximal 50 Euro). Auch ETF-Käufe sind über Fondsshops möglich. Ihr Geld verdienen die Shops überwiegend mit Provisionen, die ihnen die Fondsanbieter zahlen.

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