"Wenn das Klima eine Bank wäre, wäre es gerettet worden." Das steht auf dem Plakat eines Demonstranten. Tatsächlich fördern viele Banken indirekt den Klimawandel, weil sie Geschäfte der Kohle- und Ölindustrie finanzieren. / Foto: Pixabay

23.05.17 Finanzdienstleister

Großbanken fördern Klimawandel: Was kostet das Konto bei nachhaltigen Banken?

Große deutsche Banken wie DZ Bank, HypoVereinsbank und die Landesbank Baden-Württemberg schneiden in Sachen Umwelt- und Klimaschutz mangelhaft ab. Das zeigt ein neuer Report der gemeinnützigen Organisation Facing Finance. Die vom Umweltbundesamt finanzierte Studie ruft auch Bankkunden dazu auf, für ihre eigenen Geldanlagen Verantwortung zu übernehmen. Das können Kunden zum Beispiel tun, indem sie zu einer nachhaltigen Bank wie der GLS Bank, der Bank im Bistum Essen (BiB) oder der EthikBank wechseln. Bei dieser Entscheidung hilft der monatliche Vergleich von ECOreporter: Wir zeigen, bei welcher nachhaltigen Bank das Girokonto günstig ist. 


In dem Report "Alles im grünen Bereich? Klima- und Umweltschutz auf dem Abstellgleis deutscher Banken" untersuchte Facing Finance, inwiefern die fünf größten deutschen Banken Geschäfte mit Unternehmen pflegen, die für ihre Umwelt- und Klimaschäden in der Kritik stehen. Commerzbank und Deutsche Bank hätten bereits erste Schritte unternommen und zumindest einen teilweisen Ausstieg aus der Finanzierung von Kohle beschlossen, hieß es.

Anders sehe es zum Beispiel bei der genossenschaftlichen DZ Bank aus: Sie finanziere Kohlekraftwerksprojekte in Vietnam. Um den globalen Temperaturanstieg auf unter 2 Grad Celsius zu begrenzen, wozu sich die internationale Staatengemeinschaft im Pariser Klimaabkommen verpflichtet hat, dürften ab 2017 keine Investitionen in den Bau neuer Kohlekraftwerke getätigt werden. Die DZ Bank torpediere daher mit derartigen Finanzierungen die internationalen Klimaschutzziele.

Großbanken finanzieren klimaschädliche Industrien wie Kohle, Öl und Gas

Die DZ Bank, die öffentlich-rechtliche Landesbank im grün-schwarz regierten Baden-Württemberg sowie die HypoVereinsbank "hinken beim Thema Kohleausstieg deutlich hinter ihren Wettbewerbern her", kritisierte Sarah Guhr, Autorin der Studie und Projektleiterin bei Facing Finance. Auch förderten viele Geldinstitute nach wie vor die fossilen Brennstoffe Öl und Gas sowie andere Industrien, die stark zur Klimazerstörung beitragen. Diese "business as usual"-Mentalität ignoriere zudem Warnungen zahlreicher Studien, die den Finanzdienstleistern ein erhebliches finanzielles Risiko voraussagen, sollten sie sich weiter an CO2-intensiven und damit klimaschädlichen Branchen beteiligen.

Wenn Sie als Bankkunde solche Praktiken nicht mehr unterstützen wollen, sollten Sie zu einer nachhaltigen Bank wechseln! Unser Gebühren-Ranking zeigt, bei welchem Bankhaus Sie derzeit für das Girokonto am wenigsten zahlen.

Wie günstig ist das Girokonto? Die Top-5 der nachhaltigen Banken:


Das obenstehende Ranking allein ist jedoch wenig aussagekräftig: Denn bei den meisten Banken kommen noch weitere Kosten hinzu. Zum Beispiel verlangen einige noch Extra-Gebühren für die Geldkarte. Wir haben ausgerechnet, wie sich das auf die Gesamtkosten auswirkt:

Den detaillierten und kompletten Gebühren-Vergleich für alle nachhaltigen Banken mit Girokonto finden Sie hier auf einen Klick – als praktisches PDF zum Download.
  

Zinsen für Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefe bei Nachhaltigkeitsbanken

Wer nach möglichst hohen Zinsen für sein Tagesgeld, Festgeld oder für Sparbriefe sucht und gute Konditionen für die täglichen Transaktionen wünscht, wird ebenfalls bei ECOreporter fündig: Auf einen Blick zeigen wir, ob die nachhaltige Bank Solarkredite und Immobilienkredite, Altersvorsorge-Produkte oder ein Depot anbietet.  Bei ECOreporter gibt es nicht nur die monatlich aktualisierten Konto-Gebühren nachhaltiger Banken, sondern auch die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld, Sparbriefe und Wachstumssparen von 13 deutschen Nachhaltigkeitsbanken im Vergleich! 

Übrigens: Aktuelle Berichte aus der nachhaltigen Bankenbranche lesen Sie  täglich hier bei ECOreporter.de. (Link entfernt) 
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