Windräder von Sinovel an einer Küste Chinas. Der Hersteller gehört zu den größten Windkraftkonzernenm des Landes. / Quelle: Unternehmen

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Hohe Verluste für Windturbinenbauer Sinovel – droht Aktien und Anleihen das Aus?

Der chinesische Windradhersteller Sinovel Wind Group Co. verharrt im zweiten Quartal 2014 tief in den roten Zahlen. Als Konsequenz daraus hat die Börse in Shanghai den Handel einer Sinovel-Anleihe bis zeitweise ausgesetzt. Dabei war es dem Konzern aus Peking gelungen, den Quartalsverlust auf Jahressicht deutlich zu verringern: Das zweite Quartal des laufenden Jahres beendete Sinovel mit umgerechnet 27 Millionen Dollar Nettoverlust. Gemessen am Vorjahresquartal ist das eine Verbesserung um 31 Prozent. Diese führt Sinovel unter anderem auf eine erhöhte Nachfrage und damit gesteigertem Umsatz zurück. Dieser hatte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu verdoppelt auf 230 Millionen Dollar.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge prüft die Börse in Shanghai nun, ob sowohl die Anleihe als auch die Aktie von Sinovel dauerhaft vom Handel ausgeschlossen werden sollen. Bis wann dazu endgültige Entscheidungen fallen, ist offen. Der Konzern steht überdies wegen möglicher Fehler in der Bilanz von 2011 unter Beobachtung der chinesischen Börsenaufsicht. Hohe Wellen im Westen schlug ein langwieriger Rechtsstreit mit dem US-Zulieferunternehmen American Superconductor Inc. (AMSC), der Steuerungstechnologie für Windräder herstellt. Der Streit dreht sich um offene Rechnungen gegenüber den Amerikanern und darum, dass Sinovel das geistige Eigentum von AMSC gestohlen haben soll (mehr dazu lesen Sie  hier).

Mehr über die Entwicklung bei börsennotierten Windradherstellern aus China erfahren Sie  hier.

Sinovel Wind Group: ISIN CNE100000YW9 / WKN A1H611

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