Das Amtsgericht Aachen hat das reguläre Insolvenzverfahren gegen die Photon Holding eröffnet. / Foto: Unternehmen

  Erneuerbare Energie

Insolvenzverfahren gegen Photon Holding eröffnet

Das zuständige Amtsgericht in Aachen hat das reguläre Insolvenzverfahren gegen die Photon Holding GmbH eröffnet. In der Bekanntmachung des Gerichts dazu führt diese „Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung“ an. Außerdem geht aus der Bekanntmachung hervor, dass eine Gläubigerin der Photon Holding GmbH bereits im Dezember 2013 Insolvenzantrag für die Muttrgesellschaft des Verlags hinter der Photovoltaikzeitschrift Photon eingereicht hat. Erst Mitte Juni 2014 hatte die Photon Holding selbst einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Der Aachener Anwalt Andreas Schmitz, der auch im vorläufigen Verfahren als Insolvenzverwalter tätig war, bleibt im Amt.

Gegen die Photon Publishing GmbH, die die Fachzeitschrift Photon publiziert, war selbst im Juni 2014 ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden. Dieses war jedoch schnell wieder eingestellt worden. Philippe Welter, Geschäftsführer der Photon Holding und Verleger der Fachzeitschrift Photon, hatte erklärt, das Verfahren sei wegen offener Forderungen des Finanzamts eröffnet worden, die dann jedoch beglichen worden seien (mehr lesen Sie hier).

Inwiefern andere Tochtergesellschaften der Photon Holding GmbH von der Insolvenz betroffen sind, ist noch offen. Eine dieser Töchter ist die Photon Power AG. Zum Bau von Solaranlagen hatte das Unternehmen 2010 über Anleihen bei Abonnenten der Photon 7,2 Millionen Euro eingeworben. Die Photon Power AG und die gesamte Photon-Gruppe war ins Visier von Anlegerschützern geraten, weil Photon Power als Darlehensgeber für den Verlag der Photon-Gruppe aufgetreten war (mehr dazu lesen Sie hier). ECOreporter.de hatte die Anleihe der Photon Power AG zum Vertriebsstart  einem ECOanlagecheck  unterzogen und vom Investment abgeraten.
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