Knifflige Situation bei dem Transport eines Windkraftturmes für ein juwi-Projekt. Steht der Erneuerbare-Energien-Projektierer bei seinen Finanzen vor ähnlich großen Herausforderungen? / Quelle: Unternehmen

10.10.14 Anleihen / AIF

Ist das Eigenkapital von juwi fast aufgezehrt?

Ist es um den Erneuerbare-Energien-Projektierer juwi AG aus Wörrestadt schlechter bestellt als bislang angenommen? Laut einem Bericht in der heutigen Ausgabe des Hamburger Wirtschaftsmagazins ‚Bilanz‘ heißt es, dass das Eigenkapital von juwi fast aufgebraucht sei. Das Unternehmen, dessen Eigenkapitalquote schon Ende 2012 nur von bei 17 Prozent lag, habe seit Anfang vergangenen Jahres rund 100 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet, schreibt das Magazin. Der Umsatz sei 2013 um fast ein Drittel auf 700 Millionen Euro eingebrochen.

ECOreporter hat juwi um eine Stellungnahme zu dem Medienbericht gebeten, was dieser aber ablehnte. Der Erneuerbare-Energien-Projektierer betonte in seiner Rückmeldung, dass juwi "ein robustes Geschäftsmodell mit positiven Ausblick & gut gefüllter Projektpipeline" habe und man sich "in sehr fortgeschrittenen und konstruktiven Gesprächen mit Investoren" befinde. Die Gesellschaft hatte die Bilanz für 2013 ursprünglich im April 2014 vorlegen wollen. Sie wurde aber bis heute nicht veröffentlicht. „Der Entwurf der Bilanz 2013 steht. Dieser wird noch mit einem Testat eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers versehen“, hatte das Unternehmen vor rund zehn Tagen gegenüber ECOreporter erklärt. Für das Testat müsse noch ein Punkt geklärt werden, bei dem es um die Bewertung von Anlagen gehe. Eine konkrete Aussage zum Gesamtumsatz und Ergebnis in 2013 lehnte die juwi AG damals ab. 

Im Juli hatte die Gesellschaft zwar harte Sparmaßnahmen angekündigt, jedoch zugleich betont, dass die juwi-Gruppe ausreichend finanziert und liquide sei. Anleger konnten über das Nachrangdarlehen juwi Bauzins Deutschland 1 in die Zwischenfinanzierung von deutschen Windparks investieren. 30 Millionen Euro hat das Unternehmen darüber eingesammelt. In unserem Bericht von Ende September hatten wir über die Situation der juwi AG berichtet und waren darin auch der Frage nachgegangen, ob finanzielle Engpässen der juwi AG auch Auswirkungen hätte auf die Anleger des Nachrangdarlehen juwi Bauzins Deutschland 1.  Hier  gelangen Sie zu dem Beitrag.
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