Der Hamburger Hersteller Senvion ist weltweit als Hersteller von Windrädern für Onshore- und Offshore-Windparks aktiv. Das Unternehmen, das 2014 von REpower Systems in Senvion umbenannt wurde, war bis 2011 an der Deutschen Börse notiert. / Bildquelle: Unternehmen

07.04.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Kehrt der Windradhersteller Senvion an die Börse zurück?

Der Hamburger Windradhersteller Senvion SE, bis Dezember 2013 noch unter dem Namen REpower Systems SE bekannt, könnte an die Börse zurückkehren. Hintergrund ist die finanzielle Lage des indischen Mutterkonzerns Suzlon Energy Ltd. Der Windkraftkonzern aus Pune hofft Medienberichten zufolge darauf, über einen Börsengang der Tochtergesellschaft rund 822 Millionen US-Dollar (umgerechnet 600 Millionen Euro) einnehmen zu können.

Suzlon hatte 2012 und 2013 verstärkt Absatzprobleme und schreibt infolge dessen seit längerem rote Zahlen (mehr dazu lesen Sie  hier). 2012 konnte Suzlon eine Anleihe im Gegenwert von 209 Millionen Dollar nicht bedienen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass ein Börsengang von Senvion an der Londoner Börse bereits durch die Deutsche Bank, BNP Parisbas und Morgan Stanley vorbereitet werde. Als Quelle nennt Bloomberg mit dem Vorgang vertraute Personen. Dem Bericht zufolge ist das Börsencomeback schon im September 2014 möglich. In dem Artikel heißt es, der mögliche Börsengang hängt mit dem Ausfall der Suzlon-Anleihe aus dem Jahr 2012 zusammen.  Die Inder verhandeln mit den Gläubigern über mögliche finanzielle Lösungen.

Suzlon ist seit 2007 Mehrheitsaktionär bei Senvion (damals noch REpower). Erst 2011 übernahm sie den Hamburger Windradhersteller komplett und nahm die Tochtergesellschaft von der Börse. Die Umbenennung von REpower Systems in Senvion war zum Jahreswechsel 2013/2014 vollzogen worden. Der Schritt war notwendig geworden, weil die Namensrechte für REpower bei einem schweizerischen Energieunternehmen liegen, das begonnen hatte den Namen selbst zu nutzen.   

Suzlon Energy Ltd: ISIN INE040H01021 / WKN A0NJ7L

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