Die Zentrale der Bayer AG in Leverkusen. Der Konzern ist in den German Gender Index aufgestiegen, der Unternehmen danach bewertet, wie hoch der Anteil weiblicher Führungskräfte ist. / Foto: Unternehmen

31.03.16 Fonds / ETF

Kommen und Gehen im German Gender Index

Zum morgigen 1. April erfolgen umfassende Änderungen im German Gender Index der Börse Hannover. Er enthält 50 Aktien deutscher Unternehmen, die sich durch einen im Vergleich hohen Anteil weiblicher Führungskräfte auszeichnen. Privatanleger können über den Ampega GenderPlus Aktienfonds (ISIN DE000A12BRD6) der Auswahl des German Gender Index folgen.

2015 hat die Börse Hannover den German Gender Index gestartet, für den sich deutsche Aktienunternehmen qualifizieren, wenn sie bei der Unternehmensführung durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften in Vorstand und Aufsichtsrat hervorstechen. Zum so genannten Rebalancing werden nun neun Aktien in dem Index durch neue ausgetauscht. Wie die Börse Hannover mitteilt, sind folgende Unternehmen nicht mehr in dem German Gender Index enthalten:
ADVA Optical Networking SE
Brenntag AG
Evotec AG
Hamborner Reit AG
Hannover Rück SE
QSC AG
SAF Holland S.A.
Wacker Chemie AG
Xing AG

Sie werden ersetzt durch:
Bayer AG
Commerzbank AG
Deutsche Pfandbriefbank AG
Fuchs Petrolub SE
Grand City Properties S.A.
SolarWorld AG
TUI AG
Volkswagen AG
Wincor Nixdorf AG

Laut der Börse Hannover kommen für den German Gender Index die Aktien deutscher Untenrehmen in Frage, die den höchsten Börsenwert haben. Diese werden auf den Anteil weiblicher und männlicher Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder geprüft. Hat sich bei einem Unternehmen im Verhältnis dieses Anteils verbessert, rückt es in der Gesamtbewertung auf und ein anderes steigt ab. Das nächste reguläre Rebalancing findet am 7. Oktober 2016 statt.

„Eine erste Bilanz nach der gesetzlichen Einführung der Frauenquote im Jahr 2016 zeigt deutlich, dass die obersten Führungsgremien in Bewegung kommen. Von dem angestrebten Ziel eines Frauenanteils von mindestens 30 Prozent in den Aufsichtsräten sind wir zwar noch weit entfernt, man kann aber davon ausgehen, dass die Entwicklung in den nächsten Jahren weiter an Dynamik gewinnen wird“, sagt Hendrik Janssen, stellvertretender Geschäftsführer der Börse Hannover.
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