Die Filtersysteme der BWT AG kommen sowohl in der Industrie als auch in Privathaushalten und in der Gastronomie zum Einsatz. / Foto: Unternehmen

01.10.14 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Komplettübernahme gescheitert: BWT-Aktie bleibt an der Börse

Die Komplettübernahme des Wasserfilterspezialisten Best Water Technology AG durch ein Unternehmen des BWT-Vorstandschefs Andreas Weißenbacher ist auch im zweiten Anlauf seit 2012 gescheitert. Dieser erneute Fehlschlag ließ der Aktienkurs der BWT AG schnell ansteigen.

Über die Aqua Invest GmbH hatte Weißenbacher den BWT-Aktionären für ihre Aktien 17 Euro pro Stück angeboten. Sein Ziel war es, den von ihm allein kontrollierten Anteil zunächst von deutlich über 70 Prozent auf über 90 Prozent zu bringen. So wollte der BWT-Chef in die Lage zu kommen, die Wassertechnikspezialistin per „Squeeze Out“ komplett zu übernehmen und die Aktie vom Markt zu nehmen.


Allerdings gelang es ihm laut einer heute veröffentlichten Unternehmensmitteilung lediglich, rund sechs Prozent der Aktien über das Angebot, zu erwerben, das am 29. September endete. Der Gesamtanteil der von Weißenbacher kontrollierten Aktien liegt demnach knapp unter 80 Prozent. Das ist zu wenig für einen Squeeze out, der erst jenseits der 90-Prozent-Marke möglich ist. Ein Squeeze-Out (zu deutsch: Herausdrücken) ist der Ausschluss von Minderheitsaktionären. Ein Squeeze-out-Angebot können die Minderheitsaktionäre nicht ablehnen.


Der Kurs der BWT-Aktie legte heute bis 12:50 Uhr knapp 3,8 Prozent zu und erreichte 17,80 Euro. Das ist 4,7 Prozent mehr als die Aqua Invest pro Aktie gezahlt hätte und 1,7 Prozent mehr als die Aktie noch vor vier Wochen wert war. Auf Jahressicht legte der Anteilsschein damit 19,6 Prozent zu.
BWT AG: ISIN AT0000737705 / WKN  884042
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x