In Deutschland konzentriert sich juwi auf die Realisierung von Windpark-Bauvorhaben. Dazu bekommt das Unternehmen neues Kapital. / Foto: juwi AG

11.08.15 Erneuerbare Energie , Anleihen / AIF

Millionenschwere Finanzspritze von MVV Energie für juwi

70 Millionen Euro frisches Kapital für die Entwicklung neuer Ökostromanlagen fließen der juwi AG aus einer Kapitalerhöhung zu. Dafür verschieben sich die Kräfteverhältnisse in der Eigentümertstruktur von juwi deutlich zugunsten der Muttergesellschaft MVV Energie AG. Sowohl Mutter als auch Tochter sprechen vom „richtigen Schritt zum richtigen Zeitpunkt".

Die MVV Energie AG hat angekündigt ihren Anteil am Erneuerbare-Energien-Projektierer juwi AG aus Wörrstadt um 12,9 Prozent auf 63 Prozent zu steigern. Dazu werde der Energiekonzern neue Aktien von juwi zeichnen, deren Erlös das Eigenkapital der Tochtergesellschaft um 70 Millionen Euro aufstocken sollen. Minderheitseigner mit dann noch 37 Prozent aller Anteile bleibe die FerMA GmbH und Co. KG, die den juwi-Gründern Fred Jung und Matthias Willenbacher gehört. Als die MVV AG juwi Ende 2014 aus einer finanzeillen Schieflage heraus übernommen hatte, war die starke Beteiligung der beiden Gründer ein wichtiger Verhandlungspunkt gewesen. Allerdings gab es jüngst auch Kritik an der Übernahme (mehr lesen Sie  hier).
 
Die anstehende Finanzspritze aus der Kapitalerhöhung will die juwi AG für die Planung und Realisierung von Windparks in Deutschland und Solaranlagen in aller Welt nutzen, hieß es. „Die Wachstumschancen für das Projektgeschäft der Juwi haben sich in diesem Jahr sehr positiv entwickelt“, betonte der Vorsitzende des Vorstands von MVV Energie, Dr. Georg Müller.  Das zusätzliche Kapital schaffe die erforderlichen Grundlagen, diese Chancen zu nutzen. „Die Bündelung der unterschiedlichen Kompetenzen von juwi und MVV Energie ist der Schlüssel zum gemeinsamen Erfolg in einem sich weltweit rasant verändernden Markt.“, so juwi-Mitgründer Jung. Die die jetzt beschlossene Kapitalerhöhung „der richtige Schritt zum richtigen Zeitpunkt“, so Jung weiter.

Das Windkraftprojektgeschäft in Deutschland finanzierte juwi bislang auch stark mit Kapital von Anlegern. Etwa über Windfonds wie die juwi Family & Friends 1 GmbH & Co. KG, die Anleihe juwi RegioEnergie I Festzins und das Nachrangdarlehen juwi Bauzins Deutschland 1. ECOreporter.de hatte juwi zu den Auswirkungen der Übernahme für die Anleger befragt (mehr lesen Sie  hier).
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