Goldbarren gehören zu den Luxusgütern, die die Staatsanwaltschaft bei ehemaligen Führungskräften von Infinus sichergestellt hat. / Quelle: Fotolia (Shoot4u)

  Anleihen / AIF

Neue Enthüllungen im Infinus-Skandal - Gründer insolvent

Bei den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen die Führungsspitze des Skandal-Finanzdienstleisters Infinus AG aus Dresden kommen immer weitere Details ans Licht. Zum einen hat laut Medienberichten der Gründer der Infinus-Gruppe mittlerweile Privatinsolvenz angemeldet. Zum anderen hat die Staatsanwaltschaft Dresden eine Liste über konfiszierte Vermögenswerte und Luxusgüter veröffentlicht. Diese waren beim Gründer der Infinus-Gruppe und fünf weiteren ehemaligen Führungskräften von Infinus sichergestellt worden, die allesamt weiter in Untersuchungshaft sitzen.

Der Gründer der Infinus-Gruppe war geschäftsführender Gesellschafter von Future Business, der Muttergesellschaft der Infinus AG. Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft haben 40.000 Anleger zusammen rund 400 Millionen Euro in Anleihen gesteckt, die Future Business als Emittentin auf den Markt gebracht hatte. Im Raum steht der Vorwurf des Anlagebetrugs, weil in den Prospekten zu diesen Anleihen falsche Angaben zur Finanzlage von Future Business gemacht worden sein sollen.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat mittlerweile bei den sechs inhaftierten Beschuldigten Privatvermögen von insgesamt 14,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Teile dieses konfiszierten Vermögens  bestanden demnach aus Luxusgütern, wie beispielsweise einer 14 Meter langen Yacht, Luxusuhren und ebenso luxuriösen Autos. Ebenfalls in der Liste geführt werden Goldbarren und Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen der Infinus-Gruppe. Letztere im Laufe der Ermittlungen hat in weiten Teilen Insolvenz angemeldet (ECOreporter.de  berichtete).
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