Hauptsitz von Pfeiffer Vacuum im hessischen Asslar: Der Spezialpumpen-Hersteller blickt nach vorläufigen Zahlen auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. / Foto: Unternehmen

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Pfeiffer Vacuum: Gewinn und Umsatz steigen – Übernahmeangebot abgelehnt

Die Pfeiffer Vacuum Technology AG hat vorläufige Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2016 bekannt gegeben und demzufolge ihre Umsatzprognose übertroffen. Es sei eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre der vergangenen Jahre gewesen, teilte der Solarzulieferer aus Hessen mit.

Demnach lag der Umsatz des Vakuumpumpen-Herstellers mit 474,2 Millionen Euro um 5 Prozent höher als im Vorjahr (451,5 Millionen Euro). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 12 Prozent auf 68,0 Mio. Euro (2015: 60,8 Millionen Euro). Der Auftragseingang von Pfeiffer Vacuum belief sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 481,9 Millionen Euro, gegenüber 456,9 Millionen Euro im Vorjahr.

"Starke Auftragseingänge am Jahresende haben 2016 von einem guten in ein sehr gutes Geschäftsjahr verwandelt", kommentierte Manfred Bender, Vorstandsvorsitzender der Pfeiffer Vacuum Technology AG, das Ergebnis. Mit dem Start in das Geschäftsjahr 2017 sind wir ebenfalls sehr zufrieden. Wir gehen davon aus, dass sich der positive Trend der vergangenen Monate zumindest in den ersten sechs Monaten 2017 fortsetzen wird."

Mit zwei Akquisitionen hat Pfeiffer Vacuum sein Beteiligungsportfolio zuletzt erweitert: Der Anteil an der Dreebit GmbH mit Sitz in Dresden beträgt nun 100 Prozent (bisher 24,9 Prozent). Damit setzt Pfeiffer Vacuum weiter auf den Wachstumsbereich Service. Dieser mache bereits heute rund 22 Prozent des Konzernumsatzes aus, hieß es. Eine zweite Akquisition betrifft die ATC Inc. aus Indianapolis, USA. Mit dem Erwerb einer 100 Prozent-Beteiligung an der Gesellschaft baue Pfeiffer Vacuum das bestehende Produktportfolio für Dichtheitsprüfung konsequent aus, so das Unternehmen.

Absage an das Übernahmeangebot vom Rivalen Busch  

Der Spezialpumpenhersteller hat zudem die  Übernahmeofferte des Rivalen Busch-Gruppe  als zu niedrig abgelehnt. Das Angebot enthalte keine marktübliche Kontrollprämie und reflektiere auch nicht die von Busch unterstellten Wachstumsmöglichkeiten der Industrie, teilte das im TecDax-notierte Unternehmen mit. "Derzeit betrachtet der Vorstand das Angebot deshalb als unangemessen", hieß es. Busch hatte 96,20 Euro je Aktie geboten. Gleichzeitig prüfe der Vorstand andere Optionen, "um die Aktionäre von Pfeiffer Vacuum in angemessener Weise an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens teilhaben zu lassen".

Aktuell notiert die Pfeiffer-Aktie bei 105,5 Euro, auf Jahressicht ein Plus von fast 37 Prozent. (Xetra-Kurs, Stand 15.2., 11:06).


Pfeiffer Vacuum Technology AG: ISIN DE0006916604 / WKN 691660
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