Phoenix Solar leidet unter der Marktunsicherheit in USA - aufgrund des schwelenden Handelsstreits um importierte Solarmodule. / Foto: Unternehmen

25.10.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Phoenix Solar senkt Jahresprognose erneut - Aktie fällt

Phoenix Solar hat mit einer weiteren Gewinnwarnung die Anleger aufgeschreckt: Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die  bereits Anfang August korrigierte Prognose nochmals abgesenkt. Daraufhin stürzte die Solar-Aktie am heutigen Dienstag rund 16 Prozent ab.


"Das Geschäftsjahr 2017 wird wie von vielen bereits erwartet weniger erfolgreich sein", teilte Unternehmenssprecher Dr. Joachim Fleing dazu mit. Für 2017 erwartet Phoenix Solar nun nur noch einen Umsatz zwischen 90 Millionen Euro und 110 Millionen Euro an, das sind 50 Millionen Euro weniger als zuvor noch prognostiziert. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem negativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen minus 8 Millionen Euro und minus 10 Millionen Euro. Bisher lagen die Erwartungen noch bei zwischen 2 Millionen Euro Verlust und 1 Millionen Euro Gewinn auf operativer Ebene.

Streit um Importzölle in den USA schadet Phoenix Solar

Als Grund gab Phoenix Solar an, unter dem Streit um Schutzzölle für Solarmodule in den USA zu leiden (wir haben über die Solarpetition und ihre Folgen berichtet). Marktunsicherheiten und Verzögerungen bei Projektgenehmigungen hätten zu Umsatzverschiebungen geführt, hieß es. Aufträge seien verspätet eingegangen. Die Verschiebung von Baufreigaben eröffne andererseits aber verbesserte Aussichten für die Bautätigkeit im Folgejahr, so Unternehmenssprecher Fleing. Hierzu wolle man spätestens mit der Veröffentlichung der Quartalszahlen am 10. November weitere Informationen zur Verfügung stellen.

Die Solar-Aktie des Unternehmens stürzte nach der Gewinnwarnung um knapp 16 Prozent ab (Stand: 24.10., 16:25 Uhr, Xetra-Handel). Sie kostet nun noch 1,46 Euro.

Phoenix Solar AG: ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9
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