Einblick in die Modulproduktion bei JA Solar in China. Produkte von JA Solar fallen unter die neuen Importzoll-Bestimmungen in Kanada. / Foto: Unternehmen

07.07.15 Nachhaltige Aktien , Erneuerbare Energie , Meldungen

Photovoltaik-Importzölle in Kanada sind amtlich

Jetzt hat auch Kanada feste Importzölle für Solarmodule aus chinesischer Herstellung festgelegt. Die Kanadier folgen mit den Einfuhrbeschränkungen den USA und der EU. Dabei machen die Behörden auch vor Konzernen nicht halt, die offiziell in Kanada ansässig sind. Die Spanne der Zölle erstreckt sich von 9,3 Prozent bis 154,4 Prozent. Die Zölle sollen zunächst für fünf Jahre gelten.
Per Gerichtsurteil des kanadischen Internationalen Handelsgerichts (CITT) werden fortan für den Import von Solarmodulen aus chinesischer Herstellung fällig. Bisher gab es das zwar auch schon für einige Monate, diese Zölle waren jedoch lediglich vorläufig. Das ist jetzt anders. Zuzüglich zu dem Importzoll, den das Gericht wegen Preisdumping verhängte, wird auch eine individuell festgelegter Subventionszoll verlangt. Der werde wegen Verstößen gegen Subventionsbestimmungen erhoben, hieß es. Letzterer bewegt sich zwischen 0,003 und 0,34 Renminbi pro Watt. Die Einführung ist keine Überraschung. Die kanadischen Behörden hatten bereits 2014 erste Schritte in diese Richtung unternommen (mehr lesen Sie  hier), um schließlich im März 2015 die vorläufigen Zölle einzuführen (wir  berichteten).

Unter den betroffenen sind die chinesischen Produktionstöchter namhafter Solarkonzerne wie Trina Solar, JA Solar, JinkoSolar, ReneSolar und der ehemalige Weltmarktführer Suntech mit eigenen Zolltarifen aufgeführt. Wuxi Suntech ist zugleich das Unternehmen, für dessen Module mit am meisten Importzoll fällig wird: 154,4. Trina Solar kommt auf einen Importzoll von 120,5 Prozent, JinkoSolar-Töchter sind mit Zöllen zwischen 115,9 und 112,6 Prozent belegt. Am günstigsten ist der Importzoll für Module von ReneSola aus der Produktion in Jiangsu. Hier schlägt ein Zoll von 9,3 Prozent zu Buche. Auf die chinesischen Produkte aller nicht gesondert erwähnten Konzerne entfalle der Höchstsatz von 154,4 Prozent.
Zölle für Asienprodukte von Canadian Solar deutlich unter dem Höchstsatz
Zölle werden auch für Module von Canadian Solar fällig. Hier nennt das Gericht zwei Fabrik-Töchter des Konzerns, der offiziell in Guelph im kanadischen Ontario sitzt, aber vo rallem in China produziert: Canadian Solar Manufacturing (Changshu) Inc. und Canadian Solar International Ltd. Der Importzoll liegt hier bei 82,3 Prozent.
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