Conergy hat international zahlreiche Solaranlagen mit Technologie ausgestattet. Im Bild eine Anlage in Italien. / Quelle: Unternehmen.

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Potenzieller Conergy-Investor stand bereit – Aktie am Boden

Wäre die Insolvenz des Hamburger Solarunternehmens Conergy kurzfristig vermeidbar gewesen? Eine Unternehmenssprecherin erklärte nun gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, dass den zehn Gläubigerbanken zu Beginn der vergangenen Woche ein Investor präsentiert worden sei. Dieser sei bereit gewesen, 50 Millionen Euro in das Unternehmen zu investieren. Allerdings sei dessen Bedingung gewesen, dass die Banken auf einen Teil ihrer Forderungen hätten verzichten müssen. Nur eine der zehn Banken habe nicht zugestimmt, heißt es in dem Bericht.

Das Amtsgericht Hamburg hat Dr. Sven-Holger Undritz, Partner der White & Case Insolvenz GbR (Hauptsitz Hamburg), zum vorläufigen Insolvenzverwalter berufen. Als solcher soll der Fachanwalt für Insolvenzrecht heute bei einer Betriebsversammlung am Standort Frankfurt / Oder über das weitere Vorgehen bei Conergy informieren. Auch mit Vertretern der Gewerkschaft IG Metall soll es Gespräche geben.

Desweiteren wurde bekannt, dass die Produktion von Conergy in Brandenburg noch am Freitagabend – also quasi direkt im Nachgang des Insolvenzantrages (mehr erfahren Sie hier) - eingestellt wurde. Betriebsrat und Gewerkschaft kritisierten den unverzüglichen Produktionsstopp gegenüber Medienvertetern. Conergy beschäftigt konzernweit 1.200 Mitarbeiter, 800 davon in Deutschland.

Die Conergy-Aktie setzte ihre rasante Talfahrt, die durch die Pleite noch verschärft wurde heute fort. Im Xetra der Deutschen Börse verlor sie bis 9:51 Uhr weitere 4,3 Prozent und sank auf 0,11 Euro. Allein am vergangenen Freitag hat sich ihr Kurs mehr als halbiert.

Conergy AG: ISIN DE000A1KRCK4 / WKN A1KRCK
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