Solarthermische Großkraftwerke waren bislang ein wichtiger Baustein in der Strategie des Desertec-Projekts. / Bildquelle: Abengoa S.A.

  Erneuerbare Energie

Presseschau: Dii darf Marke „Desertec“ nicht mehr verwenden

Die Gräben zwischen dem Industriekonsortium Dii und der Desertec Foundation scheinen tief: Stiftungsdirektor Thiemo Gropp erklärte nun in einem Interview, dass „Desertec“ eine geschütze Marke sei, die von Dii für ihre Aktivitäten nicht länger benutzt werden dürfe – weder in der Öffentlichkeit noch in Publikationen. Das berichtet das pv magazine Deutschland.

Die namens- und ideengebende Stiftung war vor wenigen Tagen im Streit aus dem Konsortium hinter dem Wüstenstromprojekt ausgestiegen (ECOreporter.de berichtete). Hintergrund war das weitere strategische Vorgehen. Der Vorstandsvorsitzende des Konsortiums Dii, Paul van Son, soll im Gegensatz zur Stiftung für ein strategisches Abrücken von den ursprünglichen Desertec-Plänen sein und stattdessen eine zunächst kleinere Lösung favorisieren, bei der es nicht so schnell wie zu Stromlieferungen nach Europa kommt, wie es der bisherige Fahrplan vorsieht. Öffentlich hat sich van Son bisher so nicht geäußert.

Offiziell war bisher die Rede davon, das Wind und Solaranlagen in Nordafrika und in der arabischen Welt bis 2050 rund 15 Prozent von Europas Strombedarf decken soll.  
Aktuell, seriös und kostenlos: Der ECOreporter-Newsletter. Seit 1999.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x