Die Nordsee ist nicht nur Standort von Windkraftprojekten, sondern auch ein Schießplatz der Bundesmarine. / Quelle: BARD

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Probleme beim Windkraftprojekt der Genussrecht-Anbieterin EEV

Über ein Genussrecht der EEV AG – Erneuerbare Energie Versorgung Aktiengesellschaft – konnten Anleger in 2013 in ein Offshore-Windkraftprojekt in der Nordsee und in ein Biomassekraftwerk investieren. Doch das Windkraftprojekt in der Nordsee wird anscheinend durch Pläne des Bundesverteidigungsministeriums gefährdet.

Die EEV AG hält nach eigenen Angaben alle Anteile an der OWP (Offshore-Windenergie-Projekte) Skua GmbH, die eine Windfarm mit 80 Windkraftanlagen in der Nordsee in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) plant. Die EEV plant laut dem Genussrecht-Prospekt, das Projekt als „genehmigungsreifen“ Windpark zu verkaufen. Die EEV AG hofft bis 2016 auf grünes Licht für ihren Offshore-Park Skua.

Doch nach einem Bericht der ‚Hannoversche Allgemeine Zeitung“ liegt dessen Areal in einem vom Bundesverteidigungsministerium als Gebiet für Schießübungen beanspruchtem Areal. Das Verteidigungsministerium könne ihr Projekt der EEV zufolge aber nur mit dem gerichtsfesten Beweis stoppen, „dass der Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung durch Windkraftanlagen erheblich beeinträchtigt wäre“. Das dies möglich sei werde von den Göttingern jedoch bezweifelt. Die letzte Entscheidung liege laut der EEV ohnehin beim für die Genehmigung von Offshore-Windparks zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

ECOreporter.de hatte das EEV-Genussrecht in einem ECOanlagecheck vom Januar 2013 unter die Lupe genommen und von der Beteiligung abgeraten. Per  Mausklick  gelangen Sie zu dem Beitrag.
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