Prokon-Windkraftanlagen in Lambsborn: Das Unternehmen machte im ersten Halbjahr 2016 Verluste. / Foto: Unternehmen

  Anleihen / AIF

Prokon meldet Verlust – Wind-Anleihe unter Druck

Prokon, auf den Betrieb von Windkraftanlagen spezialisierte Energiegenossenschaft aus Itzehoe, hat einen Halbjahresbericht veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz von Januar bis Juni 2016 auf rund 48,5 Millionen Euro, ein Plus von fast 3 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allerdings fiel das Betriebsergebnis negativ aus: Prokon machte einen Verlust von rund 1,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte die Energiegenossenschaft beim Betriebsergebnis noch einen Gewinn von 5,8 Millionen Euro verbucht. Der Verlust sei insbesondere auf die Zinsaufwendungen für die Anleihe zurückzuführen, so das Unternehmen.  Prokon hatte im Juni 2016 eine Anleihe emittiert.


Der betrachtete Vorjahresvergleichszeitraum (August bis Dezember 2015) sei aufgrund der um einen Monat kürzeren Periode nur bedingt vergleichbar, hieß es im Prokon-Bericht. Das Anfang Mai 2014 eröffnete Insolvenzverfahren von Prokon wurde nach der Umwandlung in eine Genossenschaft zu Ende Juli 2015 aufgehoben. Daher gab es für die Geschäftsjahre 2014 und 2015 keine regulären Jahresabschlüsse, sondern insgesamt vier Einzelabschlüsse für die vier unterschiedlich langen Rumpfgeschäftsjahre.

Die Prokon-Anleihe liegt nach einer Bewertung mit BBB- von der Ratingagentur Euler Hermes  aktuell an der Hamburger Börse bei 86 Prozent (Stand 6.10.2016, 10:35 Uhr). Mitte Juni hatte die Anleihe  „3,5 % Schuldverschreibungen 2016/2030“ (ISIN: DE000A2AASM1) zuletzt über der 90-Prozent-Marke gelegen.
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