Unvollendete Frimenübernahmen von SunEdison beschäftigen zunehmend US-Gerichte. Der Konzern aus Kalifornien ist auf den Bau und Betrieb von Wind- und Solarkraftwerken spezialisiert. / Foto: Unternehmen

15.02.16 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Rückschlag vor Gericht für Ökostromkonzern SunEdision

Der US-Ökostromriese SunEdison Inc. hat eine Schlappe vor Gericht einstecken müssen, die das Unternehmen aus Belmont in Kalifornien weiter unter Druck bringt. Diesmal geht es um die gescheiterte Übernahme des chilenischen Ökostromproduzenten Latin America Power (LAP).

Die SunEdison-Führung scheint sich mit der ambitionierten Expansionstrategie der vergangenen zwei Jahre deutlich verhoben zu haben. Derzeit machen deshalb vor allem Gerichtsprozesse in diesem Zusammenhang Schlagzeilen (mehr dazu lesen Sie  hier).  SunEdison hat in vergangenen zwei Jahren Milliarden in die Übernahme von Ökostromunternehmen und in neue Wind- und Solarkraftwerke investiert. 2015 trat die Unternehmensführung dann aber unvermittelt auf die Bremse und sagte einige bereits vereinbarte Deals wieder ab. Darunter auch die Übernahme von LAP aus Santiago de Chile, die ursprünglich 700 Millionen US-Dollar kosten sollte (ECOreporter.de  berichtete).  Über dieses gescheiterte Geschäft ist ein Rechtsstreit mit LAP entbrannt.
Um eine Kompensation für das abgesagte Geschäft zu bekommen, hatte LAP ein Schiedsverfahren angestrengt. In dieser Sache hat ein US-Gericht in New York jetzt US-Medien zufolge eine Entscheidung getroffen, die ein Rückschlag für SunEdison ist. Es geht um den Zugriff auf Kraftwerke im Wert von 150 Millionen Dollar. Noch mindestens bis zu einer Anhörung im Schiedsverfahren, die am 27. Februar 2016 stattfinden soll, haben die Richter SunEdison den Zugriff verwehrt. LAP hatte dies beantragt. Offen ließen die Richter den Berichten zufolge, ob die Sperrung über diesen Termin hinaus ausdehnen.  Das hänge vom Verlauf des Schiedsverfahrens und den Gesprächen zwischen beiden Unternehmen ab.
SunEdison Inc.: ISIN US86732Y1091 / WKN: A1WZU6
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