Arbeiten an einer Siemens Windkraftanlage: Siemens und die spanische Gamesa dürfen Insidern zufolge zum weltgrößten Windkraftanlagen-Hersteller fusionieren. / Foto: Siemens

03.03.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Siemens und Gamesa: EU-Kommission erlaubt die Fusion

Grünes Licht für die Verschmelung zum weltgrößten Windanlagen-Hersteller: Die Windsparte des deutschen Siemenskonzerns darf mit dem spanischen Windenergieanlagenbauer Gamesa fusionieren.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die EU-Kommission die Zusammenführung beider Unternehmen erlaubt. Zitiert wurden zwei anonyme Insider: Ihnen zufolge hätten die Kartellwächter bei dem Zusammenschluss keine Zugeständnisse verlangt. Die beiden Unternehmen lehnen bisher eine Stellungnahme zu der Fusion ab. Die offizielle Entscheidung soll am 13. März bekannt gegeben werden.

Im gemeinsamen Windkraftkonzern soll Gamesa für das Windkraftgeschäft an Land zuständig sein, während Siemens sich auf den Offshore-Bereich konzentriert. In diesem Bereich ist Gamesa bislang kaum aktiv, die Deutschen sind hier aber unbestrittener Führer im Weltmarkt. Das fusionierte Unternehmen hätte eine Marktkapitalisierung von etwa 10 Milliarden Euro.  Im Rahmen der Transaktion will Siemens eine Milliarde Euro an die Aktionäre von Gamesa zahlen, um einen Anteil von 59 Prozent zu erhalten (wir berichteten).

Gamesa hat zuletzt eine  starke Jahresbilanz für 2016  veröffentlicht, was neben den Fusionsplänen mit Siemens die Aktie ebenfalls beflügelte. Als ECOreporter.de in einem Aktientipp vom 21. Januar 2016  die Aktie von Gamesa zum Kauf empfahl, wurde sie erst mit 14,3 Euro gehandelt. Derzeit notiert die Windaktie an der Börse Madrid bei 21,5 Euro, ein Jahresplus von über 21 Prozent (Stand: 2.3., 17:37 Uhr).

Gamesa Corp. Tecnologica SA: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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