Bauarbeiten an einer Offshore-Windkraftanlage von Siemens. Der deutsche Technologiekonzerns will sich an der Offshore-Spezialistin Adwen beteiligen. / Foto: Unternehmen

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Siemens und Gamesa vor Übernahme von Spezialistin für Offshore-Windkraft

Für die Übernahme des spanischen Windkraftkonzerns Gamesa durch Siemens rücken die Deutschen nun das letzte große Hindernis beiseite. Laut einem Medienbericht kann Siemens dem französischen Energiekonzern Areva den Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen abkaufen, dessen andere Hälfte Gamesa gehört. Dieses Gemeinschaftsunternehmen Adwen ist auf Offshore-Windkraft spezialisiert.

Wie die Pariser Zeitung "Le Figaro" unter Verweis auf informierte Personen berichtet, dürfte Areva den Deutschen Mitte dieser Woche den Zuschlag geben. Der Kaufpreis soll demnach rund 60 Millionen Euro für die restlichen 50 Prozent betragen. Der Siemens-US-Rivale General Electric (GE) ziehe damit mit einem eigenen Gebot den Kürzeren, hieß es weiter.

Mit dem Zusammenschluss von Siemens und Gamesa entsteht einer der größten Windkraftkonzerne der Welt  (wir berichteten). Die Windsparte von Siemens ist weltweit führend im Geschäft mit der Offshore-Windkraft. Gamesa wiederum ist einer der weltweit größten Hersteller von Windkraftanlagen für den Einsatz an Land. Dabei sind die Spanier vor allem in Schwellenländern aktiv, wo Siemens wiederum bislang kaum Windkraftgeschäfte gemacht hat. Ein weiteres Plus von Gamesa ist das umfangreiche Projektierungs- und Servicegeschäft. Zudem haben die Spanier in Indien auch Erfahrungen mit Photovoltaikprojekten gesammelt.

Gamesa Corp. Tecnologica SA: ISIN ES0143416115 / WKN A0B5Z8
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