Wechselrichter von SMA Solar Technology: Künftig will das Unternehmen stärker auf Systemtechnik mit Speichern und andere Energiedienstleistungen setzen. / Foto: SMA Technology AG

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SMA Solar Technology AG will stärker auf Dienstleistungen setzen

Wohin steuert der Solar-Wechselrichterhersteller SMA Solar Technology AG? Auf der Hauptversammlung hat der SMA-Vorstand seine Strategie 2020 vorgestellt. Sein Ziel ist, das Unternehmen aus Niestetal bei Kassel zu einem Anbieter von Energiedienstleistungen zu entwickeln.


Demnach geht es nicht mehr allein um die Herstellung von Photovoltaik-Wechselrichtern, die Gleichspannung aus Solarmodulen in netzfähige Wechselspannung umwandeln. Künftig will SMA die Wechselrichter auch mit Systemtechnik für Speicher oder Mittelspannungstechnik koppeln. Zudem plant das Unternehmen, mit seiner Software-Kompetenz im Bereich Energiedienstleistungen zu expandieren. Der Umsatzanteil des Geschäftsbereichs soll sich bis 2020 auf 40 Prozent erhöhen.

Im letzten Jahr habe das Unternehmen wieder zu einer ordentlichen Ertragsstärke zurückgefunden, sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. "Wie in den Boomjahren soll der überwiegende Teil der erwirtschafteten Mittel im Unternehmen verbleiben. So stellen wir sicher, dass SMA die Strategie aus eigener Kraft umsetzen kann und sich in den kommenden Jahren zu einem Anbieter von Energiedienstleistungen weiterentwickelt."

Gekürzte Prognose für 2017 wurde bestätigt

Im ersten Quartal lagen Absatz, Umsatz und Ergebnis von SMA unter dem Vorjahresniveau (wir berichteten). Der Vorstand verwies zur Erklärung auf einen starken Preiswettbewerb im Markt für Wechselrichter. Allerdings verzeichnete SMA in den ersten vier Monaten 2017 eine "erfreuliche Auftragseingangsentwicklung", hieß es. Seit Jahresbeginn erhöhte sich der Auftragsbestand demnach um 20 Prozent auf insgesamt 646 Millionen Euro, davon entfielen rund 250 Millionen Euro auf das Produktgeschäft.

Der SMA Vorstand bestätigte deshalb nun seine Ende März gekürzte Umsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017. Sie sieht bei einem Umsatz von 830 bis 900 Millionen Euro ein EBITDA von 70 bis 90 Millionen Euro vor. Die Nettoliquidität werde bei 400 bis 450 Millionen Euro liegen.  Wir hatten in einem Aktientipp über die Kürzung der Jahresprognose und die Folgen für die SMA-Aktie berichtet.

Die Hauptversammlung folgte zudem dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und legte für das Geschäftsjahr 2016 die Zahlung einer Dividende von 0,26 Euro je Aktie fest.

Die SMA-Aktie hat zuletzt geschwächelt. Im Handelssystem Xetra kostet sie dort 23,7 Euro (11 Uhr, 24. Mai) und damit nur halb so viel wie vor einem Jahr.

SMA Solar Technology AG: ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J
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