Die Ergebnisse von Yingli Green Energy fallen schwächer aus als erwartet. Das Bild zeigt einen Solarpark des chinesischen Konzerns. / Foto: Unternehmen

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Solar-Aktie Yingli unter Druck – schwacher Absatz

Der chinesische Photovoltaik-Hersteller Yingli Green Energy hat im dritten Quartal 2016 zwischen 360 und 370 Megawatt Solarmodule verkauft – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum zweiten Quartal. Den jetzt veröffentlichten vorläufigen Zahlen zufolge wird die Bruttomarge insgesamt bei fünf bis sechs Prozent liegen. Die Bruttomarge gibt an, wie viel (in Prozent vom Umsatz) ein Unternehmen nach Abzug der Herstellungskosten verdient. Bezogen auf den Modulverkauf werde eine Bruttomarge von sechs bis sieben Prozent erwartet, teilte das Yingli-Management mit. Das liegt unter den vorherigen Erwartungen von 12,5 bis 14 Prozent.


Hohe Lagerbestände an Solarmodulen und steigende Produktionskosten wegen sinkender Auslastung dürften sich negativ auf das Quartals-Ergebnis von Yingli auswirken (wir haben über die Auswirkungen des Preisverfalls und Überangebots von Solarmodulen auf chinesische Solaraktien berichtet). Am 8. Dezember will Yingli die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal vorlegen. Zu den derzeit laufenden Verhandlungen mit den Gläubigern über die Restrukturierung der fälligen Anleihen machte das Unternehmen keine Angaben.

Die Solaraktie bleibt ein riskantes Investment: ECOreporter.de warnt Anleger bereits seit einem  Aktientipp vom März 2015  davor, in Yingli Green Energy zu investieren. An der New York Stock Exchange fiel die Aktie nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen um gut 5 Prozent und kostet aktuell nur noch rund 3,2 Dollar. Auf Jahressicht verlor die Yingli-Aktie fast 51 Prozent ihres Wertes.

Yingli Green Energy Holding Co. Ltd.: ISIN  US98584B2025 / WKN A2ACH0
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