Einblick in die Siliziumfertigung von REC. Künftig möglicherweise ein eigenständiges Unternehmen. / Quelle: REC ASA

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Solarkonzern REC will sich über Aufspaltung sanieren

Weiter in der Verlustzone verharrt der schwer angeschlagene norwegische Solarkonzern Renewable Energy Corporation ASA (REC). Allerdings verbesserte der Konzern seine Bilanz auf Jahressicht deutlich. Parallel zur Veröffentlichung der Quartalszahlen, gab die Unternehmensführung bekannt, dass die Solarsparte und die Siliziumproduktion künftig in zwei getrennten Gesellschaften arbeiten sollen.

Das zweite Quartal 2013 beschloss der Konzern aus Sandvika mit 1,5 Milliarden Norwegischen Kronen (NOK) Umsatz. Das sind umgerechnet rund 200 Millionen Euro. Verglichen mit dem Vorjahresquartal ist das ein Rückgang um 22,2 Prozent. Dennoch konnten die Norweger den Quartalsverlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich senken. Für die Zeit zwischen April und Juni 2013 verbuchte REC 58 Millionen NOK EBIT-Verlust (7,3 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum waren noch 3,7 Milliarden NOK (474,6 Millionen Euro) EBIT-Verlust zu Buche geschlagen. Der Verlust nach Steuern belief sich auf 477 Millionen NOK (60,8 Millionen Euro). Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 4 Milliarden NOK beziehungsweise 516 Millionen Euro gewesen.

Das Unternehmen durchläuft derzeit einen harten Restrukturierungsprozess. Neuster Schritt auf diesem Weg ist die nun beschlossene Trennung der Siliziumsparte zu einer eigenständigen Aktiengesellschaft. Die Einführung der beiden separaten Gesellschaften soll über eine finanzielle Transaktion erfolgen, bei der REC seinen bestehenden Aktionären 100 Prozent der Anteile an REC Solar anbietet. Im Rahmen der Transaktion wird der Wert von REC Solar auf 800 Millionen  NOK  beziehungsweise 102 Millionen Euro geschätzt. Das Angebot werde von den größten REC-Aktionären fest übernommen.

So Aktionäre und Anleihe-Gläubiger von REC zustimmen werde REC Solar im Zuge der Transaktion 300 Millionen NOK (38 Millionen Euro) Netto-Barvermögen  zur Verfügung gestellt.  Danach werde das Unternehmen die Zulassung zur Notierung an der Osloer Börse beantragen. „Mit einer Eigenkapitalquote von 67 Prozent wird REC Solar als einer der wenigen schuldenfreien Solarmodulhersteller  in der Branche einzigartig aufgestellt sein“, so die Verantwortlichen von REC ASA. Dem bisherigen Gesamtkonzern soll durch diesen Deal rund 500 Millionen NOK oder 63 Millionen Euro zufließen, was die Nettoverschuldung von REC ASA auf umgerechnet 216 Millionen Euro drücken soll.

Die REC-Aktie verlor heute an der Deutschen Börse weiter an Boden bis 12:54 Uhr sank ihr Kurs um 2,7 Prozent auf 0,40 Euro. Trotz dieses Pennystock-Status war sie immer noch 63 Prozent teurer als vor einem Jahr.
Renewable Energy Corporation ASA (REC): ISIN NO0010112675 /WKN A0BKK5

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