Einblick in die Fertigung von SolarWorld AG. / Foto: Unternehmen

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SolarWorld gewinnt Zeit im Streit mit Hemlock

SolarWorld hat wie angekündigt Berufung gegen das Schadenersatz-Urteil eines US-Gerichtes gegen den Bonner Solarkonzern eingelegt. Das meldet dpa. Der Siliziumhersteller Hemlock aus dem US-Bundesstaat Michigan hat SolarWorld verklagt, weil dessen Tochter SolarWorld Industries Sachsen GmbH Abnahmeverträge nicht erfüllt hat. Sie hatte die Abnahme eingestellt, nachdem SolarWorld vergeblich versucht hatte, in Nachverhandlungen die Vertragsbedingungen zu ändern. Hemlock verlangt von den Deutschen eine Zahlung von 585 Millionen US-Dollar plus 208 Millionen US-Dollar Zinsen. Ein Gericht in Michigan hat der Klage von Hemlock vor kurzem in erster Instanz stattgegeben.

SolarWorld hat nun gegen dieses Urteil Rechtsmittel beim Intermediate Court of Appeals in den USA eingelegt. Der Solarkonzern rechnet in diesem Verfahren in der zweiten Instanz mit einer Dauer von rund einem Jahr. Das verschafft zwar Zeit für eine außergerichtliche Einigung der Streitparteien. Aber für die Aktionäre bedeutet dies, dass die Unsicherheit anhalt und weiterhin den Aktienkurs des Solarkonzerns belasten wird.

ECOreporter.de hatte bereits frühzeitig und mehrfach vor den möglichen Folgen des Rechtstreits für SolarWorld und die Solaraktie gewarnt. Lesen Sie in unserem  Aktientipp vom 29. Juli  unsere jüngste Einschätzung zur SolarWorld AG.

SolarWorld AG: ISIN DE000A1YCMM2 / WKN A1YCMM
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