Dem Solarkonzern SolarWorld aus Bonn gelingt es schon lange nicht mehr, profitabel zu wirtschaften. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist 2016 deutlich eingebrochen. / Foto: SolarWorld

29.03.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

SolarWorld laut Vorstand noch weit von Gewinnzone entfernt

Die SolarWorld AG hat die im Februar vorab gemeldeten Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt. Demnach ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) massiv eingebrochen. Der EBIT-Verlust erhöhte sich von vier Millionen Euro in 2015 auf 99 Millionen Euro. Trotz erhöhter Absatzmengen hat der Solarkonzern aus Bonn den starken Preisverfall bei Solarmodulen nicht auffangen können. 2016 wuchs der Absatz um 19 Prozent auf 1.375 Megawatt (MW), der Konzernumsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 803 Millionen Euro.


Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld AG, erklärte dazu: "Die zweite Jahreshälfte 2016 war von Marktverwerfungen und verstärktem Dumping gekennzeichnet, was auch bei uns Spuren hinterlassen hat. Um unsere technologisch führende Position auszubauen und unsere Kostenstruktur entscheidend zu verbessern, werden wir uns ab 2017 ganz auf die monokristalline Hochleistungsprodukte mit der PERC-Technologie konzentrieren."

Zu den Erwartungen für den zukünftigen Geschäftsverlauf sagte der Vorstandsvorsitzende weiter: "Unsere Absatzmengen sollen im laufenden Geschäftsjahr steigen. Wir gehen davon aus, dass der Preisdruck auf den Solarmarkt anhält. Der Konzernumsatz dürfte 2017 etwa auf Vorjahresniveau liegen. Wir werden unser operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbessern, es wird 2017 allerdings noch negativ sein. Bis 2019 wollen wir operativ wieder in den schwarzen Zahlen sein und das dann auch bleiben."

ECOreporter.de rät seit langem vom Investment in die Aktie von SolarWorld ab. Seit unserem  Aktientipp mit einer Verkaufsempfehlung vom Februar 2017  hat sich die Solar-Aktie im Xetra von 3,8 auf 3,0 Euro verbilligt (29. März, 11 Uhr). Vor einer Woche musste der Solarkonzern bekannt geben, dass er mehr als die Hälfte des Grundkapitals verloren hat (wir haben diesen Sachverhalt in einem  Aktientipp vom 22. März  eingeordnet). Seine weitere Zukunft ist überaus unsicher.


SolarWorld AG: ISIN DE000A1YCMM2 / WKN A1YCMM
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