Die SeniVita-Gruppe plant den Bau neuer Pflegeeinrichtungen. Dazu soll wohl auch eine Anleihe auf den Markt gebracht werden. / Foto: Fotolia

25.02.15 Anleihen / AIF

Sozialökonomie: Kommt bald eine neue Pflege-Anleihe?

Der Pflegeheimbetreiber SeniVita aus Bayreuth denkt laut über die Herausgabe neuer Anleihen nach. Er erwägt, die Mittel zum Bau von Pflegeeinrichtungen in Süddeutschland zu nutzen. Eigens dafür hat die SeniVita-Gruppe jüngst eine Tochtergesellschaft gegründet.

Seit neustem ist die SeniVita-Gruppe um ein Tochterunternehmen reicher. Mit der SeniVita Social Estate AG will sich der Betreiber von Pflegeeinrichtungen und Schulen in Bayern nun auch das Immobiliengeschäft erschließen. Konkret geht es um den Bau neuer Einrichtungen, um neue Pflegeplätze zu schaffen und das hauseigene Konzept weiter zu verbreiten. „Mittelfristig soll die SeniVita Social Estate AG pro Jahr fünf bis zehn neue Pflegewohnanlagen an den Markt bringen“, lautet ein Ziel das die Muttergesellschaft ausgegeben hat. SeniVita plant nach eigenen Angaben derzeit in Oberbayern und Unterfranken drei Neubauten. Neben Altenpflege soll in den neu zu bauenden SeniVita-Häusern auch Intensivbetreuung schwerstpflegebedürftiger Kinder und Jugendlicher angeboten werden.

Wandelanleihe in Planung

Die SeniVita Sozial gGmbH ist seit längerem auf dem Kapitalmarkt unterwegs. 2011 legte SeniVita eine Anleihe  im Gegenwert von 15 Millionen Euro auf.  Die Anleihe (DE000A1KQ3C2) wird im Mai 2016 zur Rückzahlung fällig. Das Wertpapier ist mit 6,5 Prozent verzinst und wird an der Börse in Frankfurt gehandelt. Außerdem warb das Unternehmen im Mai 2014 bei institutionellen Anlegern 10 Millionen Euro über einen Genussschein ein. Diese Reihe von Beteiligungen könnte nun im Zusammenhang mit der neuen Tochtergesellschaft fortgesetzt werden: „Wir denken intensiv darüber nach, das Wachstum der neuen Gesellschaft und die Finanzierung ihrer Projekte über den Kapitalmarkt sicher zu stellen. Dies könnte zum Beispiel über eine Wandelanleihe der SeniVita Social Estate AG geschehen. Dadurch würde die gemeinnützige Muttergesellschaft SeniVita Sozial gGmbH bei der Wachstumsfinanzierung entlastet und könnte zudem mittel- und langfristig von einer positiven Entwicklung der SeniVita Social Estate profitieren“, beschreibt Gründer und Geschäftsführer Dr. Horst Wiesent die Strategie.
Wiesent und sein Geschäftsführungskollege Eberhard Jach bilden den Vorstand der SeniVita Social Estate AG. Jach war erst im September 2014 als Finanzvorstand vorgestellt worden. Bis 2013 war er beim Mitbewerber Procuritas aus Bad Honnef tätig gewesen.  Die Ernennung eines Vorstands für den Geschäftsbereich Bau sei geplant, hieß es. Der Aufsichtsrat der SeniVita Social Estate AG setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Alexander Tesche (Vorstand der Ed. Züblin AG), Anton Kummert (Steuerberater, Mit-Gründer der SeniVita Gruppe) und Prof. Dr. Arnold Weissman (Unternehmer, Geschäftsführender Gesellschafter der WeissmanGruppe).
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