10.03.17 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Sunrun präsentiert starke Umsatzzahlen und setzt auf Speichertechnik

Einen Umsatzsprung im Geschäftsjahr 2016 meldet der US-Dachsolaranlagen-Spezialist Sunrun Inc. – trotz eines generellen Nachfrageeinbruchs nach Solaranlagen auf Hausdächern in den USA. Das Unternehmen aus San Francisco steigerte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent und verspricht sich weiteres Wachstum vom Neugeschäft mit Energiespeicher-Produkten. Auch das Ergebnis je Aktie wurde deutlich verbessert, es betrug 0,87 Dollar.

Sunrun ist ein Dachsolaranlagen-Projektierer, der seine Sonnenstromkraftwerke vor allem US-Privathaushalten im Komplettpaket samt Finanzierung anbietet. Das heißt, Sunrun geht mit Planung und Bau und Betriebsleitung in Vorleistung und lässt sich dies über lang laufende Leasingverträge von den Kunden abbezahlen. Knackpunkt an dem Geschäftsmodell sind die hohen Kosten. Allerdings konnte Sunrun die Gestehungskosten pro Watt gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent oder 0,31 Dollar senken. Die gesamten betrieblichen Aufwendungen betrugen 688,8 Millionen Dollar, ein Anstieg von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Sunrun rechnet mit Wachstum in 2017 und sieht noch Potential in Kalifornien

Sunrun steigerte den Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent auf rund 454 Millionen Dollar. Die Einkünfte aus laufenden Leasingverträgen lagen um ebenfalls um 43 Prozent höher als in 2015. Auch die neu installierte Solarstromleistung war mit 282 Megawatt (MW) 39 Prozent höher als Ende 2015. Der Nettogewinn betrug 91,7 Millionen Dollar oder 0,87 Dollar je Aktie. Im Vorjahr hatte Sunrun noch Verluste in Höhe von 53,1 Millionen Dollar verbucht, ein Minus von 0,96 Dollar je Aktie.

Zudem berichtete Sunrun über eine Produkt-Innovation: Das Unternehmen startete im Laufe des Jahres 2016 das Geschäft mit Stromspeicher-Produkten. Allein in Kalifornien und Hawaii gebe es für die Speicher-"Boxen" schon über 1.000 Bestellungen.

"Unsere Leistung von 2016 bestätigt unser Geschäftsmodell. Wir haben unser Portfolio an installierten Solarsystemen um 47 Prozent auf insgesamt 879 MW erweitert", sagte Lynn Jurich, Chief Executive Officer von Sunrun. Das "mehrkanalige Geschäftsmodell" ermöglichte es Sunrun, Marktanteile zu gewinnen, so Jurich. Die Wachstumsprognosen sind etwas verhaltener als im Vorjahr: Im ersten Quartal 2017 erwartet der Solarspezialist Aufträge mit einem Umfang von rund 69 MW, was einem Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspreche. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet das Unternehmen damit, 325 MW neu zu installieren, ebenfalls ein Plus von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sunrun erwartet, dass die Nachfrage in Kalifornien wieder anziehen wird, dazu würde auch die Stromspeichertechnik beitragen, hieß es.

Mit 5,24 Dollar notierte die Solar-Aktie der Kalifornier vor Börsenschluss an der Nasdaq rund 21 Prozent unter dem Vorjahreswert (Stand: 9.3.).

Sunrun Inc.: ISIN US86771W1053 / WKN A14V1T
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