08.03.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Suntech beendet Rechtsstreit - Gläubigerbank erhöht Druck auf den Solarkonzern

Der Rechtsstreit um die Beteiligung der chinesischen Suntech am luxemburgischen Fonds Global Solar Fund, SCA, SICAR (GSF) ist offenbar beendet. Wie der Solarkonzern aus Wuxi mitteilt, hat GSF Capital Pte Ltd. seinen Anteil an dem Fonds an Suntech sowie an deren Firmengründer und langjährigen CEO Zhengrong Shi verkauft.

Der luxemburgische Fonds sollte in Italien ursprünglich ein Portfolio mit Photovoltaik-Kraftwerken mit zusammen 144 Megawatt (MW) Leistungskapazität aufbauen. Es kam dabei aber offenbar zu illegalen Machenschaften (wir Opens external link in new windowberichteten). Der frühere Fondsgeschäftsführer Javier Romero soll zudem Suntech beim Investment in den Fonds um rund 560 Millionen Dollar geprellt haben (auch darüber haben wir Opens external link in new windowberichtet). Der Rechtsstreit darüber sei nunmehr beigelegt, teilte Suntech jetzt mit. Der Solarkonzern besitze durch den Verkauf 88 Prozent der Fondsanteile, Zhengrong Shi die übrigen zwölf Prozent.

Allerdings liegt die aktuelle Konzernführung mit dem Firmengründer und Großaktionär Zhengrong Shi im Clinch und hat ihn als Chairman abgelöst (per Opens external link in new windowMausklick erfahren Sie mehr darüber). Dies geschah offenbar auf Druck von Gläubigern des Solarkonzerns. Suntech ist hoch verschuldet und muss Mitte März Anleihen im Umfang von 541 Millionen Dollar bedienen, verfügt aber aufgrund hoher Verluste nicht über die Mittel dafür. Wie der 21st Century Business Herald unter Berufung auf einen ungenannten Informanten mitteilt, drängt die Bank of China aus eine Ausbootung von Zhengrong Shi. Nur wenn der sich zurückziehe, sei die Bank bereit, Suntech mit weiteren Mitteln vor der Pleite zu retten.

Suntech Power Holdings Co., Ltd.: ISIN US86800C1045 / WKN A0HL4L
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