Plantagenarbeiter der Asian Bamboo AG im Einsatz. Das Geschäft in diesem Bereich war 2013 auch wetterbedingt rückläufig. / Quelle: Unternehmen

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Tiefrote Zahlen setzen Aktie von Asian Bamboo unter Druck

Vorläufigen Berechnungen zufolge ist die Asian Bamboo AG 2013 tiefer in die Krise gestürzt. Der Umsatz der Spezialistin für Bambusanbau in China brach demnach um 56 Prozent auf 32,3 Millionen Euro ein. 2012 hatte das Unternehmen noch 72,9 Millionen Euro Umsatz verbucht. Der Verlust auf Konzernebene vervielfachte sich auf 152,9 Millionen Euro nach 19,8 Millionen Euro Defizit im Vorjahr. Das Eigenkapital des Hamburger Forstwirtschaftsunternehmens schmolz um mehr als die Hälfte zusammen auf 133,7 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Asian Bamboo noch über 288 Millionen Euro Eigenkapital verfügt.

„Das abnehmende Angebot an landwirtschaftlichen Arbeitskräften sowie steigende Löhne für Erntearbeiten bedingten eine deutlich gesunkene Ernte“, erläuterte die Unternehmensführung die Probleme, mit denen Asian Bamboo auf seinen Plantagen in Fujan zu kämpfen habe. Diese hätten sich „sehr ungünstig auf die operative und finanzielle Leistung des Unternehmens“ ausgewirkt. „Zudem herrschten in der Erntesaison für Wintersprossen schlechte Wetterbedingungen“, so Asian Bamboo weiter. Allein der Verlust aus dem Zeitwert der biologischen Vermögenswerte (Fair Value Of Biological Assets, kurz FVBA) – also der Plantagen in China - abzüglich geschätzter Verkaufskosten kam in 2013 auf 47,5 Millionen Euro. Im Vorjahr war der Verlust in diesem Bereich mit 56,8 Millionen Euro allerdings noch höher ausgefallen. Angesichts dieser Zahlen schlägt die Unternehmensführung den Aktionären vor auf eine Dividende für 2013 zu verzichten.

Um die anhaltenden Probleme in den Griff zu bekommen, hat Asian Bamboo einen Strategiewechsel weg von der Forstwirtschaft und hinein ins Immobilien-Geschäft angestoßen (ECOreporter.de berichtete). Weil die Unternehmensführung davon ausgeht, dass das Geschäft mit den Bambusplantagen in China auch schwierig bleibt, erwägt einzelne Plantagenflächen zum Leasing anzubieten oder ganz zu verkaufen. Der geplante Einstieg ins Immobiliengeschäft werde „frühestens 2015 zum Umsatz und Ergebnis von Asian Bamboo beitragen, hieß es weiter.

Der Strategiewechsel soll mit der Ausgabe neuer Wandelanleihen unterfüttert werden. Die Asian-Bamboo-Spitze erklärte nun, dass diese Wandelanleihe nach der für Ende Mai 2014 angesetzten Hauptversammlung auf den Markt kommen soll. Zudem sei vorgesehen das Angebot aufzustocken. Diese neuen Anleihen sollen auf drei Jahre angelegt sein. Dabei sei weder eine garantierte Rendite noch eine feste Verzinsung geplant. Die Anleihen hatten ursprünglich in 4.627.500 Aktien wandelbar sein sollen.


Die Aktie der Asian Bamboo AG sackt heute im Xetra der Deutschen Börse bis 13:48 Uhr um neun Prozent ab. Ihr Kurs: 1,70 Euro. Damit ist sie zwar noch 35 Prozent teurer als vor vier Wochen. Auf Jahressicht verlor sie aber 71 Prozent an Wert.

Asian Bamboo AG: ISIN DE000A0M6M79/WKN A0M6M
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