26.01.12 Finanzdienstleister , Fonds / ETF

Vermögensaufbau der Deutschen stagniert - Abkehr von Kapitalmarktprodukten

Die Bundesbürger legen ihr Geld derzeit vorsichtig und abwartend an. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Vermögensaufbaus in Deutschland durch Allianz Global Investors hervor. Demnach stagnierte dieser im vergangenen Jahr. Das Bruttogeldvermögen der Deutschen sei 2011 nur um rund 50 Milliarden auf 4,74 Billionen Euro angewachsen. Zieht man die Verschuldung ab, fällt der Zuwachs noch geringer aus. Das Nettogeldvermögen kletterte von 3,15 auf 3,18 Billionen Euro.

Laut Dr. Renate Finke, Senior Economist bei Allianz Global Investors, wurde der Vermögensaufbau "im zweiten Halbjahr 2011 jäh gebremst". Der Börseneinbruch habe einen großen Teil des Vermögensaufbaus zunichte gemacht. In der Folge sei ein verstärkter Trend hin zur Sicherheit der Kapitalanlage festzustellen. Mittlerweile seien etwa 40 Prozent der deutschen Geldanlagen bei Banken und Sparkassen als Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie als Sparbriefe angelegt. Der Anteil der Kapitalmarktprodukte, also von Aktien, Renten, nicht börsennotierten Beteiligungen und von Investmentfonds sei um ein Prozent auf 23,5 Prozent gesunken. Den Anteil der Versicherungen beziffert Allianz Global Investors auf rund 30 Prozent.
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