In diesem Windkanal testet Vestas die in der Entwicklung befindlichen Offshore-Windturbinen. / Bildquelle: Unternehmen

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Vestas formt dänisch-japanisches Offshore-Joint-Venture

Der dänische Windradhersteller Vestas Wind Systems lagert seine Offshore-Windkraft-Aktivitäten in ein neu zu gründendes dänisch-japanisches Gemeinschaftsunternehmen aus. Über wesentliche Eckdaten zur Gründung dieses Joint Ventures ist  der Windradhersteller aus Århus mit dem japanischen Mischkonzern Mitsubishi Heavy Industries Ltd. (MHI) übereingekommen. Das gab Vestas nun bekannt. Nachdem die Absicht zur Partnerschaft in dieser Form bereits im Sommer 2012 vereinbart worden war, erklären die Dänen nun, wie das Gemeinschaftsunternehmen ausgestaltet werden wird.

Wie Vestas selbst werde die neue gemeinschaftliche Offshore-Tochter von Århus aus operieren. Zunächst sollen sich die beiden Partner das Offhore-Unternehmen zu je 50 Prozent teilen. Vestas werde seinen Anteil ab 2016 auf 49 Prozent senken, MHI soll dann mit 51 Prozent Mehrheitseigner werden. Außerdem werde Vestas die gesamte Forschung und Entwicklung für 8 Megawatt starker Windturbinen der beiden Baureihen V 164 znd V 112 inklusive aller bestehenden Aufträge in diesem Zusammenhang an die gemeinschaftliche Tochter abgeben, hieß es aus dem Vestas-Hauptquartier.

MHI werde seinerseits zunächst 100 Millionen  Euro als Cash-Startkapital investieren, worauf weitere 200 Millionen Euro folgen sollen, die aber von bestimmten Entwicklungszielen des Joint Ventures abhängig sind. Zudem sei angedacht, zu einem späteren Zeitpunkt Hydrauliktechnologie der Japaner in das Unternehmen zu integrieren. Gelenkt werden  soll das Offshore-Windkraft-Gemeinschaftsunternehmen von Masafumi Wani (bislang Executive Senior Vice President und Head of Power Systems von MHI) als Chairman und Anders Runevad von Vestas als dessen Vize. Runevad ist derzeit noch Präsident und CEO von Vestas.  Als CEO des Joint Ventures ist Jens Tommerup vorgesehen, der bislang die Abteilung für China und den Asiatisch-pazifischen Raum von Vestas leitet.

MHI hatte im Jahresverlauf sein Engagement bei der Offshore-Windkraft in Europa deutlich gesteigert. Unter anderem stiegen die Japaner mit 50 Prozent bei der Entwicklung eines 129 MW starken niederländischen Nordsee-Windparks von Eneco aus Rotterdam ein (ECOreporter.de berichtete) und kurz zuvor waren die Japaner auch als neuer Großinvestor bei einem Umspannwerk des Versorgers TenneT eingestiegen, der für die Stromnetzanbindung der Nordsee-Windparks verantwortlich ist.
Vestas Wind Systems: ISIN DK0010268606 / WKN 913769
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