22.01.13

2012 war ein Boom-Jahr für Grünstromkraftwerke in den USA

Beinahe jedes zweite Kraftwerk, das 2012 in den USA neu in Betrieb ging war eine Grünstrom-Anlage. Das hat die Federal Energy Regularory Comission (FERC) bekannt gegeben. Insgesamt sind in 2012 in den USA Grünstromanlagen mit rund 13.000 Megawatt (MW) Leistungskapazität in Betreib gegangen. Das entsprach 49,1 Prozent der gesamten landesweit neu in Betrieb genommenen Stromerzeugungskapazität.

Den größten Zuwachs unter den Erneuerbare-Energieanlagen hatte die Windkraft zu verbuchen. Sie kam auf 164 neue Windräder mit 10.689 MW Leistungskapazität. Den zweistärksten Zuwachs hatte die Solarenergie mit 1.476 MW neuer Kapazität aus 240 neuen Anlagen zu verzeichnen. Außerdem sind laut FERC 100 neue Biomassekraftwerke mit zusammen 543 MW ans Stromnetz gegangen. Zudem haben 13 geothermische Großkraftwerke und 13 Wasserkraftwerke den Betrieb im abgelaufenen Jahr aufgenommen. Für die Geothermie bedeutete dies 149 MW mehr Kapazität als 2011 auf Wasserkraft entfielen 99 MW neue Kapazität.

Auf Jahressicht ist die Erneuerbare-Energie-Kapazität der Vereinigten Staaten damit um 51 Prozent gestiegen. Damit ist der Grünstrom-Anteil an der Gesamtstromkapazität auf 15,4 Prozent geklettert- Das ist mehr als die US amerikanische Atomkraft und Öl-Raffinerien zusammen hergeben. Sie kommen auf 9,2 beziehungsweise 3,6 Prozent der Gesamtkapazität. Bei den Erneuerbaren führt die Wasserkraft mit 8,5 Prozent vor der Windkraft mit rund fünf Prozent. Auf Biomasse entfallen 1,3 Prozent. Solarenergie und Geothermie spielen hier mit 0,34 beziehungsweise 0,32 Prozent immer noch eine untergeordnete Rolle. Beim tatsächlichen Stromverbrauch in den USA ist der Anteil mit 13 Prozent allerdings noch etwas niedriger.
 
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