12.10.11 Erneuerbare Energie

Attraktive Solarvergütung in Ontario bleibt bestehen

Mit Erleichterung hat die Solarbranche auf den Wahlsieg der Liberalen bei den Parlamentswahlen des kanadischen Bundesstaates Ontario reagiert.  Die hatten eine attraktive Einspeisevergütung für Solarstrom in der Provinz eingeführt und damit der Photovoltaik in Kanada einen enormen Schub gegeben. Hersteller bauten Produktionen vor Ort auf, Investoren stellten bislang über 20 Milliarden Dollar für Solarprojekte in Ontario bereit. Doch die im Vorfeld der Wahlen in Umfragen klar führenden Konservativen hatten angekündigt, dieses Fördersystem abzuschaffen.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass etwa Kristopher Stevens vom Solarverband Ontario Sustainable Energy Association die ebenso klare wie überraschende Wiederwahl der Liberalen als „ein gutes Signal für Investoren, Solarhersteller und –projektierer“ bezeichnet. Tom Du von der Unternehmensberatung Inesce Environmental Consulting hält es sogar für möglich, dass die Solarbranche in Ontario nun einen weiteren Schub bekommt. Schließlich hätten Investoren zuletzt Kapital zurückgehalten, dass nun für neue Projekte bereit gestellt werden könne.

Zudem habe mit der New Democratic Party (NDP) eine Partei deutlich an Stimmen hinzu gewonnen, die sich noch stärker als die Liberalen für eine klimaschonende Energieversorgung einsetze, so Du weiter. Zwar sei es wahrscheinlich, dass die hohen Einspeisetarife demnächst an die stark gefallenen Preise für Solarkomponenten angepasst und gesenkt werden. Im Gegenzug sei aber damit zu rechnen, dass dafür ein stärkerer Fokus auf die Förderung kommunaler Grünstromprojekte gelegt wird.
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