29.07.11 Erneuerbare Energie

Förderung für Solarheizungen sinkt zum Jahreswechsel drastisch

Die staatliche Förderung für Solarheizungen wird zum 1. Januar 2012 gekürzt. Darauf weist der Bundesverband Deutschland Haus, Energie und Umwelttechnik (BDH) hin. Das bedeutet, Eigenheimbesitzer, die die sogenannte Innovationsförderung noch bis zum 30. Dezember 2011 beantragen, bekommen pro Quadratmeter installierter Kollektorfläche zwischen 120 und 180 Euro erstattet. Auf diese Weise können diejenigen, die Warmwasserversorgung oder die Raumheizung auf Solarbetrieb umstellen aktuell bis zu 25 Prozent ihrer Anschaffungskosten zurück bekommen.


Nach dem 30. Dezember 2011 sinke der Fördersatz auf 90 Euro pro Quadratmeter installierter Kollektorfläche. Von der Kürzung unberührt bleiben sollen Kombianlagen auf Mehrfamilienhäusern, die sowohl die Wasserversorgung als auch die Heizung aus Sonnenstrom speisen. Diese werden weiterhin mit 180 Euro pro Quadratmeter gefördert.



Die Anschaffungskosten pro Quadratmeter Kollektorfläche liegen heute – je nach Voraussetzungen des Gebäudes – durchschnittlich zwischen 700 und 2.000 Euro, rechnet der BDH. Eine Solarwärmeanlage zur reinen Warmwasserbereitung eines Vier-Personen-Haushalts ist demnach rund vier Quadratmeter groß und kostet bei einem angenommenen Quadratmeterpreis von 1.500 Euro entsprechend 6.000 Euro. Die Kosten für eine Kombianlage lägen bei rund 12.000 Euro inklusive Montagekosten, so der BDH weiter.


Bis zu 90 Prozent des Energieverbrauchs eines Vier-Personen-Haushalts entfielen in Deutschland auf Heizung und Warmwasser. Bis zu 30 Prozent der jährlichen Heizkosten könne mithilfe der Umrüstung auf eine Solarheizung eingespart werden. In Kombination mit einem hocheffizienten Brennwertkessel verringere sich der Heizölverbrauch um bis zu 50 Prozent.



„Viele Heizkessel in deutschen Kellern sind vollkommen veraltet und verbrauchen deshalb deutlich mehr Energie als nötig. Dementsprechend mehr Heizkosten muss der Hausbesitzer bezahlen, solange er nicht in eine effiziente Heizung investiert“, so BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke.


Beantragt werden kann die Förderung bei beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Um Sicherzustellen, dass der Antragsteller vom alten, höheren Fördertarif profitieren kann, müsse das Gesuch vor Jahresfrist 2011 bei der Bafa eingehen. Gestellt werden diese Anträge üblicherweise nicht vom umrüstungswilligen Endverbraucher selbst, sondern vom Solarfachbetrieb. Sobald die Förderzusage erteilt worden sei, bleibe ein Jahr Zeit, um die Heizungsanlage tatsächlich umzurüsten, so der BDH weiter. Der Bau dauere in der Regel lediglich ein bis sieben Tage.
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