06.02.12 Erneuerbare Energie

Griechenland kürzt Einspeisevergütungen für neue Solaranlagen

Schrittweise möchte der finanziell angeschlagene Staat den Ausbau des Photovoltaiksektors zurückfahren. Betroffen sind alle neuen Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 100 Kilowatt.

Seit dem ersten Februar dieses Jahres wurde der Einspeisevergütungstarif von 2009 um 12,5 Prozent reduziert. Der bestehende Tarif sieht nun lediglich 0,328 Euro für die Einspeisevergütung pro Kilowattstunde vor.
Alle sechs Monate soll dieser dann jeweils um weitere sieben Prozent zurückgefahren werden, bis sich im August 2014 ein Einspeisevergütungstarif bei etwa 0,229 Kilowattstunden eingestellt hat.

Die Verteter der Branche reagieren gelassen. "Diese neue Regelungen waren angekündigt und wir haben uns darauf eingestellt: Es wird weiterhin in Griechenland gebaut", sagt Unternehmenssprecherin Andrea Wegner von Phoenix Solar - einem Solarkonzern aus Sulzenmoor bei München, das in Griechenland Photovoltaikprojekte unterhält.

Ähnlich sieht es Stefanos Melissopoulos, Leiter der griechischen Sparte von Conergy AG: "Der Einspeisetarif in Griechenland bleibt auch nach der 12,5-prozentigen Kürzung weiterhin attraktiv. Wir sehen keinen Grund unsere Strategie hier zu ändern", sagte Melissopoulos auf Anfrage von ECOreporter.de



Die Zielvorgaben seien auch ohne Subventionen erfüllbar, heißt es aus Regierungskreisen. Das liegt jedoch an bescheidenen Zielen und nicht an einem besonders starken Wachstum der griechischen Photovoltaikbranche. Die Vorgabe von 1,5 Gigawatt bis 2014 ist in etwa nur ein Fünftel von der Stromleistung, was Deutschland oder Italien in einem Jahr neu ans Netz anschließen.

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