10.10.11 Erneuerbare Energie

Investitionen in Cleantech-Sektor weltweit deutlich gestiegen

„Grüner“ Technologie fließt weltweit mehr Geld zu: Die rund um den Erdball getätigten Investitionen in den Umwelttechnik-Sektor sind im dritten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent gestiegen. Weltweit sind über 189 zwischen Juli und September neu geschlossene Geschäftsvereinbarungen 2,23 Millarden US-Dollar in die Branchen des Sektors geflossen. Dies geht aus einer aktuellen Marktforschungsstudie der Cleantech Group hervor. Im Vorjahreszeitraum waren es demnach noch 1,81 Milliarden Dollar gewesen.


Auch im Vergleich zum zweiten Quatal 2011 sind die Investitionen in den Cleantech-Sekor um deutliche zwölf Prozent gestiegen. Obwohl die Investitionen nach wie vor eher zäh flössen, wache der Kapitalzufluss kontinuierlich, konstatierte Sheeraz Haji, CEO der Cleantech Group.

Eine Verschiebung hat es bei den Branchen gegeben, denen die Investitonen zuflossen. Erstmals ist mit 514 Millionen Dollar Mittelzuflüssen das Segment Energiespeicherung zur weltweit investitionsstärksten Cleantech-Branche avanciert. Auf dem zweiten Rang landete die Solarbranche mit 350 Millionen Dollar Neuinvestitionen. Drittstärkste Branche des dritten Quartals wurde der Bereich Energieeffizienz mit 223 Millionen Dollar.

 
Sowohl die Entwicklung bei Übernahme-Aktivitäten als auch bei Börsendebüts im Sektor hätten im Vergleich zur ersten Jahreshälfte an Dynamik eingebüßt.  Insgesamt sind 14 Cleantech-Unternehmen im dritten Quartal 2011 neu an die Börse gegangen, elf davon aus China. Vier chinesische Photovoltaik-Hersteller sammelten bei ihren Börsendebüts zusammengenommen 812 Millionen US-Dollar ein. Die laut der Studie herausragenden Übernamen gab es im Wassersektor:  So kaufte der US-Reinigungsmittelkonzern Ecolab Inc. aus St. Paul in Minnesota den Wasseraufbereitungsspezialisten Nalco Holdings for 5,4 Milliarden US-Dollar und die Cheung Kong Infrastructure Holdings aus Hong Kong erwarb den britischen Wasser-Versorger Northumbrian Water für 3,9 Milliarden Dollar.
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