04.03.13

Marktforscher beziffern Preisverfall bei Solarmodulen

Solarmodule werden immer schneller immer billiger: Kristalline Photovoltaikmodule - also solche, wie sie beispielsweise bei Kleinanlagen auf privaten Hausdächern zum Einsatz kommen - sind 2012 im Durchschnitt um 50 Prozent billiger geworden. Die Preise purzelten 2012 damit schneller und stärker als in den vergangenen vier Jahren. Das meldet die auf den internationalen Solarmarkt spezialisierte Marktforschungsagentur NPD Solaruzz aus Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien. 

In den vergangenen Jahren haben zu viele Unternehmen zu schnell zu viele Solarmodule produziert. Deshalb füllten sich die Lager der Verkäufer stärker als nötig. Das weiter wachsende Überangebot führte dazu, dass die Preise immer stärker fielen. Für viele Konzerne, darunter auch sehr namhafte Pioniere der Branche wurden die Preise so niedrig, dass sie nicht mehr verdienten, sondern so hohe Verluste machten, dass sie Pleite gingen. 

Davon, dass sich dieses Ungleichgewicht bald auflöst, gehen die Experten von NPD Solarbuzz nicht aus: „In Zukunft wird ein vernünftiges Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage wesentlich zur Bestimmung der Preisentwicklung sein. Bis dahin verfolgen die meisten Unternehmen einfach nur das Ziel zu überleben, bis wieder positive Margen in dieser Branche möglich sind“, sagt der Analyst Michael Barker.
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