MIFA AG: E-Bike ohne Kette entwickelt

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG (WKN A0B95Y, ISIN DE000A0B95Y8), Deutschlands absatzstärkster Fahrradhersteller, hat ein neues E-Bike entwickelt, bei dem die Kette komplett entfällt. Die Energie aus der Muskelkraft des Fahrers wird bei diesem neuartigen Elektrofahrrad rein elektrisch an das Hinterrad übertragen. Das ist eine völlige Neuerung und in dieser Form einzigartig: Bei bisherigen Modellen war dies nur über eine Kette oder Welle möglich. Zudem kommt das technische Phänomen der sogenannten Rekuperation zum Tragen: Beim Bremsen wird die entstehende Energie in den Akku zurückgespeist. So kann die Akkuleistung und damit die Reichweite deutlich erhöht werden.

'Dass wir diese Entwicklung mit einem Generator-/Motorprinzip zum Funktionieren gebracht haben, ist ein Spitzenergebnis', erläutert Sandy Hille, Ingenieur bei der MIFA. Der Generator wird über die Pedale betätigt und treibt den Motor am Hinterrad durch die so gewonnene Energie an. Im Vergleich zum klassischen E-Bike entfallen dadurch die Antriebskette und die Schaltung - was eindeutig Vorteile bietet: 'Da sich die Leistungselektronik intelligent ansteuern lässt, fährt sich dieses Rad wie ein ,normales' Fahrrad - aber deutlich leichter', erklärt Hille. 'Noch dazu kann der Grad der elektrischen Unterstützung vom Fahrer stufenlos eingestellt werden, was den Fahrkomfort zusätzlich erhöht.'

Um die Reichweite zu optimieren, kann der Fahrer nun je nach Wunsch verschiedene Fahrprofile hinterlegen. Die Kommunikation erfolgt mittels handelsüblicher Smartphones, die über eine Bluetooth-Schnittstelle mit der Steuerung verbunden sind. Die Entwicklung ist auch deshalb einzigartig, weil etwa die Drehmomentübertragung rein elektrisch und die Schaltung rein elektronisch funktioniert. Entwickelt hat die MIFA den Prototyp X-PESA gemeinsam mit dem IAI (Institut für Automatisierung und Informatik) GmbH und der Hochschule Harz aus Wernigerode. Alle benötigten Funktionalitätsnachweise wurden bereits erfolgreich erbracht.

'Die Erfahrungen mit unseren Partnern in diesem Projekt waren sehr positiv', kommentiert Michael Hecken, Leiter Marketing und Strategie, die Kooperation. 'Ganz besonders stolz sind wir darauf, dass die MIFA mit dem Prototyp aus technischer Sicht Neuland betritt.' Zudem wird die neue Antriebsart die MIFA bei ihrer Vertriebsstrategie wesentlich unterstützen: 'Im Wachstumsmarkt mit Multi-User-Fahrzeugen lässt sich das innovative X-PESA-System ganz hervorragend einsetzen - etwa bei Verleihprojekten in Großstädten, für die der Antrieb vor allem funktional sein sollte. Zudem liefern wir mit diesem Prototyp etwas, nach dem gerade der Premium-Fachhandel schon lange fragt: Das kettenlose Fahrrad.'


Zum Unternehmen:

Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG mit Sitz in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist der absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller. Das Unternehmen produziert Fahrräder aus gelieferten Komponenten, wobei der Schwerpunkt auf projektbezogener Auftragsfertigung für große Einzelhandelsketten liegt. Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden auch E-Bikes gefertigt. Im März 2012 hat die MIFA zudem den Berliner E-Bike-Hersteller GRACE GmbH & Co. KG mehrheitlich übernommen, der in erster Linie E-Bikes im Premiumsegment produziert. Unter anderem fertigt die GRACE das E-Bike des Automobilherstellers Daimler (für die Marke smart). Außerhalb Deutschlands setzt die MIFA ihre Fahrräder vor allem in Westeuropa ab; dabei werden sowohl das operative Geschäft als auch Verwaltung und Logistik am einzigen Produktionsstandort in Sangerhausen gesteuert.

Im Geschäftsjahr 2011 verkaufte die MIFA rund 644.000 Fahrräder (Vorjahr: rund 593.000). Dabei erzielte sie einen Umsatz von 100,5 Mio. EUR, eine Steigerung von 31,4% gegenüber 2010 (76,5 Mio. EUR). Die Gesellschaft erreichte damit ein operatives Ergebnis (EBIT) von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 2,0 Mio. EUR), der Jahresüberschuss lag bei 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die Aktien der MIFA werden seit 17. Juli 2012 im Prime Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.


Kontakt:
Mark Appoh
cometis AG
Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden
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