26.01.14 Fonds / ETF

Public Eye Awards 2014 gehen an Gap und Gazprom

Parallel zur Durchführung des Weltwirtschaftsforums sind jetzt im schweizerischen Davos die Public Eye Awards 2014 vergeben worden. Die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) Erklärung von Bern und Greenpeace gaben bekannt, dass die beiden Anti-Preise an den US-amerikanischen Textilkonzern Gap und an die russische Gazprom gegangen sind. Für den renommierten Schmähpreis hatte eine unabhängige Expertenjury den Public Eye Jury Award an Gap vergeben, weil der US-Konzern sich wirksamen Reformen der Abreitsbedingungen bei Textilzulieferen in Bangladesch verweigere, wie es hieß. Gap war von NGOs wie dem International Labor Rights Forum nominiert worden. Die Jury aus international renommierten Wirtschaftsethikern hatte den Konzern aus über 20 Gutachten zu „potenziell würdigen“ Preisträgern ausgewählt. Die Gutachten waren vom Institut für Wirtschaftsethik (IWE) der Universität St. Gallen erstellt worden. Unter anderem waren auch die deutschen Konzerne Bayer und BASF für den aktuellen Public Eye Award nominiert worden. Dies weil sie Pestizide herstellen und verkaufen, die laut den Initiatoren des Public Eye Award für das Massensterben von Bienen und anderen Bestäubern mitverantwortlich sind.

Ferner wurde in Davos ein Publikumspreis vergeben, der an Gazprom ging. An der Abstimmung über den Public Eye People‘s Award konnte sich jeder Internetnutzer per Mausklick beteiligen. Der russische Energiekonzern war von Greenpeace Russland nominiert worden, weil er in der Aktis nach Öl bohren will und damit diesen Lebensraum gefährdet. Dabei weise Gazprom eine miserable Sicherheitsbilanz auf und gebe es bei ihm mehr Ölunfälle als bei jedem anderen Ölkonzern, erläuterte Kumi Naidoo, der Chef von Greenpeace International. Mehr als zwei Dutzend Aktivisten von Greenpeace waren in 2013 wegen ihrer Proteste gegen Gazprom für Monate in Russland inhaftiert worden.
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