25.01.13 Nachhaltige Aktien , Meldungen

Schmähpreis vergeben - Shell und Goldman Sachs sind die übelsten Unternehmen des Jahres

Der diesjährige Schmähpreis „Public Eye Award“ geht an den niederländisch-britischen Mineralölkonzern Shell. Das gaben die Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) Erklärung von Bern und Greenpeace während des World Economic Forums (WEF) in Davos bekannt. Shell war für den Anti-Preis nominiert worden, weil der Konzern als erste große Ölgesellschaft mit der für die Natur hochriskanten Suche nach fossilen Brennstoffen in der Arktis begonnen hat. Dabei existiere „keine Lösung oder Methode, mit der sich ausgelaufenes Öl aus dem Eismeer entfernen ließe“, stellen die Initiatoren des Public Eye Award dazu fest. Shell ignoriere mit der hochriskanten Suche nach fossilen Brennstoffen die Warnungen von Wissenschaftlern und gefährde den Lebensraum von vier Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt.

Während Shell in einer öffentlichen Abstimmung über das Internet für den Schmähpreis ausgewählt wurde, ging der Anti-Preis der Public Eye-Jury an der US-amerikanische Finanzkonzern Goldman Sachs. Die US-Bank half nach Einschätzung der Jury „mit ihren Finanzkonstrukten tatkräftig mit, Griechenland in den Ruin zu treiben, und hat dabei erst noch auf Kosten der europäischen Bevölkerung daran verdient“. Goldman Sachs sei ein zentraler Akteur in der finanzgetriebenen Globalisierung und habe „mit seiner Profitgier den Jury Preis mehr als verdient“.

Der Public Eye Award wird alljährlich für skandalöse Umweltsünden und fragwürdige Geschäftspraktiken vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen zum Beispiel der Atomkonzern Areva, der Pharma-Riese Roche und der Rohstoff-Multi Glencore.
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