23.12.11 Erneuerbare Energie

Studie: In fünf Jahren erzeugen Erneuerbare Energien ein Drittel des deutschen Stroms

In fünf Jahren wird sich die Strommenge der in Deutschland regenerativ erzeugten Energie verdoppeln. Davon geht das Leipziger Institut für Energie GmbH aus, ein Forschungsinstitut, dessen Mehrheitseigner die technische Universität Hamburg ist. Im Auftrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber erstellten die Leipziger Wissenschaftler eine Prognose zur Entwicklung der Stromeinspeisung aus Erneuerbaren Energien bis 2016. Demnach wird sich der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf deutlich mehr als 30 Prozent erhöhen. Ende 2010 hatte er bei rund 17 Prozent gelegen. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel, im Jahr 2020 den Anteil aus Erneuerbaren Energie auf 35 Prozent auszubauen, dürfte somit vorzeitig erreicht werden.

Die Wissenschaftler gehen in der Studie davon aus, dass die regenerative Erzeugungskapazität in den kommenden fünf Jahren deutlich schneller steigen wird als die damit verbundenen Vergütungs- und Prämienzahlungen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Die Kosten pro Kilowattstunde Ökostrom würden sinken und somit die Erneuerbaren Energien im Vergleich zu den konventionellen Kraftwerken konkurrenzfähiger.

Vor allem in den Segmenten Photovoltaik und Windenergie erwarten die Autoren der Studie von 2011 bis 2016 einen Anstieg der installierten Leistung. Lediglich bei Deponie-, Klär- und Grubengasen werde der Trend leicht nach unten gehen. Den Prognosen des Leipziger Instituts liegt das im Sommer 2011 verabschiedete novellierte und ab 1.1.2012 gültige neue EEG zu Grunde.
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