28.09.11 Erneuerbare Energie

Studie: Preisverfall bei Solarmodulen geht weiter – Lager immer voller

Der rasante Preissturz bei Solarmodulen setzt sich ungebremst fort. Allein im dritten Quartal fielen die Fabrikpreise für Photovoltaikmodule um 33 Prozent, also knapp ein Drittel. Dies geht aus dem aktuellen Quartalsbericht der US-Marktforschungsagentur Solarbuzz hervor. Demnach bewegen sich die günstigsten Preise für kristalline Solarmodule in Europa aktuell zwischen 1,04 (monokristallin) und 1,13 Euro (multikristallin) pro installiertem Watt peak. Das günstigste Dünnschichtmodul ist in Europa demnach für 0,98 Euro pro Watt peak zu bekommen.


Der anhaltende Preisverfall habe den Markt zu Beginn der zweiten Jahreshälfte zwar belebt, allerdings nicht so stark wie erwartet, so Solarbuzz. Die weltweite Nachfrage im dritten Quartal sei auf Jahressicht zwar um 20 Prozent gestiegen, verglichen mit dem direkten Vorgängerquartal allerdings nur um ein Prozent gewachsen. Die am schnellsten wachsenden Nachfragemärkte sind dem Bericht zufolge weiterhin China und die USA. Die Nachfrage in Europa ging indes stark zurück. Während die Nachfrage aus Europa im Vorjahresquartal noch 78 Prozent der globalen Nachfrage ausmachte, waren es aktuell noch 58 Prozent.


Die Solarbuzz-Studie warnt davor, dass die Preise im vierten Quartal um weitere 18 Prozent sinken dürften. Dies sei auf das weiter fortschreitende Ungleichgewicht zwischen Produktion und Nachfrage zurückzuführen. Während einige westliche Hersteller ihre Kapazitäten reduzierten, hielten speziell chinesische Konzerne unbeirrt an ihren Expansionsstrategien fest. Dem entgegen stehe die Tatsache, dass der Ausbau der Solarenergie weltweit langsamer vollzogen werde als erwartet, erläuterte Solarbuzz-Chef Craig Stevens.


Problematisch sei überdies die Aussicht, dass die Lagerbestände bis 2012 auf 22 Gigawatt (GW) ansteigen könnten. Um die durchschnittliche Lagerdauer des Jahres 2011 erreichen zu können, so Craig,  müsste die weltweite Produktion  um elf GW gedrosselt werden.
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