13.10.11 Erneuerbare Energie

Studie: Profite der Photovoltaik-Hersteller brechen weltweit ein

Der weltweite Preisdruck in der Solarbranche wird bis Jahresende drastische Auswirkungen auf die Gewinne der Solartechnik-Hersteller haben. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Studie der Marktforschungsagentur IMS Research. Die Experten gehen davon aus, dass die Gewinne der Hersteller von Photovoltaik-Komponenten im vierten Quartal 2011 auf Jahressicht um 70 Prozent sinken werden.

Grund ist der weiter anhaltende Sinkflug der Preise. Diese Abwärtsspierale soll die Gewinnmargen der Hersteller im Vergleich zum vierten Quartal 2010 im Schnitt um 17 Prozent drücken. Dies gelte für die gesamte Wertschöpfungskette der Photovoltaik-Branche, also für Hersteller von Silizium-, Wafer-, Zell-, Modul- und Wechselrichter-Komponenten. Im Vergleich zum grade zurückliegenden dritten Quartal sollen die Gewinnmargen im letzten Abschnitt des Jahres allerdings rund zehn Prozent zulegen.

Das am stärksten betroffene Branchensegment seien die Solarmodulhersteller. Zwar habe der Preisdruck dazu geführt, dass zahlreiche Hersteller vom Markt verschwunden seien. Dennoch flössen immer noch 50 Prozent der gesamten Gewinne der Photovoltaik-Branche in 2011 an Modulhersteller. Margenstärkste Branche des Jahres 2011 werde die Siliziumproduktion. Zwar werde auf die Silizium-Produzenten lediglich 17 Prozent des branchenweiten Gesamtgewinns entfallen. Allerdings sollen die Gewinnmargen dieser Unternehmen durchschnittlich bei 30 Prozent liegen.

Auch 2012 soll sich der Trend des vierten Quartals 2011 fortsetzen. Die Studienautoren gehen davon aus, dass die Preise weiter fallen und die Gewinne damit weiter schrumpfen werden.
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x