10.04.13

SW Umwelttechnik AG legt Jahresbilanz 2012 vor

Die untenstehende Meldung ist eine Original-Meldung des Unternehmens. Sie ist nicht von der ECOreporter.de-Redaktion bearbeitet. Die presserechtliche Verantwortlichkeit liegt bei dem meldenden Unternehmen.

* 62 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet
* Turnaround mit positivem Jahresüberschuss erzielt
* Anpassung an das schwierige Marktumfeld geschafft

Klagenfurt -  Das börsennotierte Familienunternehmen SW Umwelttechnik, das sich auf den Aufbau der Infrastruktur in CEE konzentriert, erwirtschaftete 2012 einen Umsatz von EUR 62,1 Mio. (VJ EUR 69,4 Mio.). Das Betriebsergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert und das EGT mit EUR 0,3 Mio. wieder ins Plus gedreht werden. Ausschlaggebend hierfür waren die Produktselektion, die Anpassung und  Variabilisierung der Fixkosten an die Marktsituation sowie die Stabilisierung der Wechselkurse.

Bedingt durch das anhaltend herausfordernde Marktumfeld in allen bearbeiteten Märkten musste 2012 ein Umsatzrückgang auf EUR 62,1 Mio. hingenommen werden. Ursache dieser Entwicklung waren Rückgänge in der Bautätigkeit in nahezu allen europäischen Märkten, die in Ungarn sogar im zweistelligen Bereich lagen. Durch die aktiv eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenoptimierung konnte aber ein positives Ergebnis erzielt werden. Das EBIT mit EUR 1,9 Mio. nach EUR 1,6 Mio. im Vorjahr und das EBITDA mit EUR 5,7 Mio. nach EUR 5,4 Mio. in 2011 wurden weiter verbessert. Die Stabilisierung der FX-Kurse führte zusätzlich zu einer Verbesserung des Finanzergebnisses, damit konnte das EGT um EUR 4,6 Mio. auf EUR 0,3 Mio. (VJ EUR -4,3 Mio.) ins Plus gedreht werden.

Segmentbericht
Besonders auffallend war der weitere Rückgang der Bauleistung in Ungarn von einem schon sehr niedrigen Niveau. Ungarn hat mit einem Umsatzanteil von 40% (VJ 42%), trotz des schwierigen Marktumfeldes, immer noch den größten Anteil am Umsatz. Die Umsatzanteile von Österreich mit 27% und auch Rumänien mit 24% sind in etwa gleich groß geblieben. Die verstärkte länderübergreifende Marktbearbeitung mit einem Anstieg der Exporte zeigt sich unter "Sonstige Umsätze" mit einem Anteil von 9% (VJ 7%) - hier sind vor allem Exporte nach Italien, die Slowakei, Deutschland und Norwegen ausschlaggebend.

Bei der Aufteilung nach Geschäftsbereichen war im Geschäftsbereich Wasserschutz ein Umsatzrückgang von EUR 32 ,0 Mio. auf EUR 28,5 Mio. zu verzeichnen - absolut bleibt er mit 46% Anteil weiterhin der stärkste Geschäftsbereich. Der Geschäftsbereich Infrastruktur, zu dem der Industrie- und Gewerbebau zählt, erhöhte mit EUR 21,5 Mio. (VJ: EUR 22,6 Mio.) seinen Anteil auf 35% (VJ 33%). Der Geschäftsbereich Projektgeschäft musste durch die Verzögerungen der Finanzierung vor allem in Ungarn im 1. Halbjahr 2012 große Umsatzeinbußen hinnehmen und erreichte mit EUR 12,1 Mio. (VJ EUR 14,8 Mio.) einen Umsatzanteil von 19% (VJ 21%). Durch Steigerung der Abrufung der EU-Fördergelder in Rumänien und Ungarn sind die Vergaben im 2. Halbjahr 2012 wieder angestiegen und es
konnten im 4. Quartal wieder ausgezeichnete Auftragseingänge im Bereich Projektgeschäft verzeichnet werden; die daraus resultierenden Umsätze dazu werden erst 2013 und 2014 realisiert.

4. Quartal
Das 4. Quartal folgte der Jahresentwicklung - der Umsatz fiel auf EUR 17,4 Mio. (VJ EUR 19,7 Mio.), während die Ertragszahlen verbessert werden konnten - das EBIT blieb konstant auf EUR 1,1 Mio., das EBITDA wurde auf EUR 2,1 Mio. (VJ EUR 1,9 Mio.) und das EGT auf EUR 0,2 Mio. (VJ EUR -1,0 Mio.) gesteigert.

Auftragsstand
Der Auftragsstand beträgt EUR 34,8 Mio. (VJ EUR 28,2 Mio.). Dieser Anstieg ist auf die im 4. Quartal 2012 in Ungarn und Rumänien erfolgten hohen Auftragseingänge EU-geförderter Abwasser- und Trinkwasserprojekte zurückzuführen. Gegenläufig entwickelte sich der Auftragsstand im Bereich Infrastruktur, verursacht durch die weiter abnehmende Investitionsneigung der Industrie- und Gewerbekunden.

Vermögens- und Finanzanalyse
Die OMS Romania srl wurde rückwirkend per 01. Jänner 2012 in den Konsolidierungskreis der SW Umwelttechnik aufgenommen. Ebenfalls rückwirkend zum 01.Jänner 2012 wurden die Anteile an der Iso Span Baustoffwerk GmbH verkauft und die Anteile an der SW Umwelttechnik Österreich GmbH auf 100% aufgestockt. Die Bilanzsumme der SW Umwelttechnik ist mit EUR 100,9 Mio. zum Vorjahr mit EUR 96,3 Mio. gewachsen. Die Erhöhung der Bilanzsumme ist auf die erhöhte
Geschäftstätigkeit im 4. Quartal 2012 im Bereich Projektgeschäft und die verstärkten Exporte nach Italien, mit längeren Zahlungszielen zurückzuführen. Das Anlagevermögen reduzierte sich mit EUR 65,9 Mio. geringfügig gegenüber 2011 mit EUR 66,7 Mio. Das Eigenkapital erhöhte sich leicht auf EUR 7,3 Mio. (VJ EUR 7,1 Mio.), während die Eigenkapitalquote mit 7,3% (VJ 7,4%) etwas unter dem Vorjahreswert liegt Ohne Berücksichtigung der nicht cash-wirksamen Buchverluste aus Umwertungseffekten im Anlagevermögen (Kurs zum 31. Dezember 2007) beträgt das Eigenkapital EUR 17,2 Mio. und die Eigenkapitalquote 15,5%. Die Finanzverbindlichkeiten sind auf EUR 75,8 Mio. (VJ EUR 77,5 Mio.) reduziert worden.

Investitionen
Für Normalinvestitionen, die neben Instandhaltung auch kleinere Investitionen für Kapazitäts- oder Produktivitätsverbesserungen bzw. Produktinnovationen beinhalten, wurden 2012 EUR 1,7 Mio. (VJ EUR 1,7 Mio.) aufgewendet. Expansions- und Akquisitionsinvestitionen wurden 2012 keine getätigt. Die niedrigen Instandhaltungsinvestitionen spiegeln die Langlebigkeit unserer Anlagen wider.

Mitarbeiter
2012 waren im Durchschnitt 501 Mitarbeiter (VJ 540 Mitarbeiter) bei SW Umwelttechnik beschäftigt.

Ausblick
Die Visibilität ist in den bearbeiteten Märkten nach wie vor sehr gering und SW Umwelttechnik wird sich flexibel an die Änderungen in der Wirtschaftsentwicklung anpassen.

In Österreich wird vor allem durch Produktinnovationen, durch Kostenoptimierung, aber auch durch Importe aus den kostengünstigeren Produktionsstandorten in Ungarn der Umsatz, trotz des zu erwartenden leichten Marktrückganges, stabil gehalten werden können. In Ungarn und Rumänien ist aufgrund des bereits im 2. Halbjahr 2012 erfolgten sehr hohen Auftragseinganges bei EU-geförderten Infrastrukturprojekten mit einer deutlichen Umsatzsteigerung im Projektgeschäft zu rechnen. In Rumänien wird von einer leichten Erholung in allen Marktbereichen ausgegangen. Speziell im Tiefbau wird von Marktforschungsinstituten eine
Steigerung der Bauleistung erwartet, was sich auch auf unser Unternehmen positiv
auswirken sollte. In Ungarn wird sich die Lage insgesamt kaum ändern - wobei für den Tiefbau eine Verbesserung und den Industriebau eine weitere Verschlechterung prognostiziert wird. Das Unternehmen hat sich mit der Anpassung der Produktpalette auf diese Entwicklung eingestellt und wird den Bereich Tiefbau verstärkt bearbeiten. SW Umwelttechnik hat sich auf die Marktsituation eingestellt und sich das Ziel gesetzt, das Ergebnis im Jahr 2013 weiter zu steigern.

Fact Box

in EUR Mio. 2012   2011 Veränderung
Umsatz         62,1    69,4 -11 %
EBIT             1,9      1,6 +19 %
EBITDA         5,7      5,4 +5 %
Finanzergebnis -1,6  -5,9 -
Ergebnis vor    0,3    -4,3 -
Steuern
Ergebnis nach   0,1   -4,3 -
Steuern

Das 1910 gegründete Familienunternehmen SW Umwelttechnik - seit 1997 an der Wiener Börse notiert - steht für nachhaltiges Wirtschaften und konsequentes Wachstum in Ost- und Südosteuropa. Mit innovativer Umweltschutztechnologie leistet das Unternehmen seinen Beitrag zum Aufbau der notwendigen Infrastruktur in den CEE Ländern

(Ende)

Aussender: SW Umwelttechnik Stoiser & Wolschner AG
Adresse: Bahnstraße 87-93, 9021 Klagenfurt
Land: Österreich
Ansprechpartner: MMag. Michaela Werbitsch
Tel.: +43/(0)463/32109-172
E-Mail: michaela.werbitsch@sw-umwelttechnik.at
Website: www.sw-umwelttechnik.com
Nach oben scrollen
ECOreporter Journalistenpreise
Anmelden
x