Wer Palmöl-Investments vermeidet, der trägt zum Schutz der Regenwälder bei. Bildquelle: Fotolia

17.04.13

Wie bleibt Ihre nachhaltige Geldanlage palmölfrei?

Wer auf keinen Fall in die Palmöl-Industrie investieren will, muss Nachhaltigkeitsfonds meiden, die auf Aktien von Konsumgüter- und Lebensmittelkonzernen setzen. Schließlich kommt die gesamte Industrie nicht ohne Palmöl aus. Der Fall Unilever/Wilmar bringt hierzu wichtige Erkenntnisse:  Die Branche ist zwar seit 2004 auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit. Dennoch zeigt die Kritik von Menschenrechtlern und Umweltschützern an Wilmar, Unilever und am gesamten RSPO deutlich, dass die Palmölindustrie – mit oder ohne „Green Palm Sustainability“-Zertifikat Stand Februar 2013 weder ökologisch noch sozial-ethisch nachhaltig ist. An Problemen wie dem hohen Korruptionsgrad in den Hauptproduktionsländern und den relativ weichen Nachhaltigkeitskriterien des RSPO wird zwar gearbeitet. Lösungen, die nachhaltig denkenden Anlegern ausreichen könnten, sind aber (noch) fern.

Auch bei „grünen“ Fonds, die in Landwirtschaftskonzerne aus Schwellenländern investieren, besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Fondsvermögen auch bei Palmöl-Firmen angelegt wird.
Es ist teilweise schwer zu durchschauen, was die Unternehmen „dürfen“, damit deren Aktien in Nachhaltigkeitsfonds aufgenommen werden. Ein fachkundiger auf nachhaltige Geldanlagen spezialisierter Anlageberater, kann Ihnen dabei helfend zur Seite stehen. ECOreporter.de führt eine schwarze Liste von Börsenunternehmen, die direkt mit der Herstellung oder Weiterverarbeitung von Palmöl befasst sind.

Es gibt auch Direktinvestment-Angebote, in Palmölplantagen, beispielsweise das der Agrofinanz GmbH aus Kleve. Das Unternehmen hat sich beim Anbau in Ecuador nach eigenen Angaben den Nachhaltigkeitskriterien der RSPO verpflichtet. Auch solche Angebote wären tabu (hier finden Sie einen ECOanlagecheck zu dem Direktinvestment.).
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