10.11.04 Erneuerbare Energie

10.11.2004: Deutsch-britischer Hersteller von Siliziumwafern: Nachdenken über den Börsengang

Der Börsengang sei nur eine von mehreren Optionen für die weitere Unternehmensentwicklung der PV Crystalox Solar AG. Das erklärte Hubert Aulich, Mitglied im Vorstand des Erfurter Unternehmen auf Nachfrage von ECOreporter.de. "Wir denken über den Börsengang nach, bisher ist aber weder das ob noch das wann und wo entschieden", so Aulich "Angesichts der schlechten Performance von Neuemissionen in den Deutschland während der letzten Jahre kommt für uns beispielsweise auch die Londoner Börse in Frage." Die PV Crystalox Solar AG entstand 2001 aus den beiden Firmen Crystalox Ltd., Wantage bei Oxford, Großbritannien, und der PV Silicon AG, Erfurt. Das deutsch-britische Unternehmen ist auf die Produktion von mono- und polykristallinen Siliziumwafer spezialisiert. Die werden in der Solarindustrie gebraucht, um Solarzellen herzustellen. Seit 1998 steigerte PV Crystalox nach eigenen Angaben seinen Umsatz um das fünfzehnfache auf zuletzt 81,2 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2003). Das Unternehmen sieht sich derzeit selbst als den weltgrößte Hersteller von multikristallinem Silizium.

Man habe keine Eile mit der Entscheidung, wie das künftige Wachstum finanziert werden soll, sagt PV Crystalox-Vorstand Aulich: "Wir werden unsere Strategie voraussichtlich erst in 2005 endgültig festlegen." Zur Zeit halte das Management den größten Teil der Aktien seines Unternehmens. Eine Venture Capital Gesellschaft habe eine Minderheitsbeteiligung erworben.
Die Düsseldorfer Ventizz Capital Partners AG hatte Mitte des Jahres 2003 den Erwerb von Anteilen der PV Crystalox Solar gemeldet. Die Ventizz Capital Partners AG ist eigenen Angaben zufolge eine Venture Capital Gesellschaft, deren Anteile sich in Besitz der zwei Vorstandsmitglieder und des institutionellen Investors NPM Capital N.V., Amsterdam befinden.
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