10.12.02

10.12.2002: Meldung: Interseroh: Wachstum trotz schwacher Konjunktur

Die Interseroh AG konnte ihren Konzernumsatz in den Monaten Juli bis September im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 186,6 Millionen Euro steigern. Trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen konnte der Konzern im 3. Quartal mit 9,9 Millionen Euro vor Steuern ein deutlich positives Ergebnis erwirtschaften. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Umsatzsprung durch die Erstkonsolidierung der Hansa-Recycling GmbH zum 01. Dezember 2001 ausgelöst wurde.

Im Neunmonatsvergleich konnte die Interseroh AG gegenüber dem Vorjahreszeitraum erheblich Boden gutmachen. Der Konzern erzielte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002 einen Umsatz von 489,6 Millionen Euro. Doch auch hier muss wieder auf die Erstkonsolidierung der Hansa-Recycling GmbH zum 01. Dezember 2001 verwiesen werden. Das Ergebnis vor Steuern wurde in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Millionen Euro auf 18,5 Millionen Euro gesteigert.

Rahmenbedingungen der Geschäftsentwicklung

Trotz der insgesamt sehr positiven Geschäftsentwicklung mussten bestimmte Sparten und Sektoren, bedingt durch die nach wie vor schleppende Konjunkturentwicklung, Rückschläge hinnehmen. Das Recycling von Transportverpackungen verzeichnete angesichts der schlechten Marktlage vieler Branchen erhebliche Umsatzeinbußen. Diese konnten teilweise durch die Einführung neuer Dienstleistungen kompensiert werden. Sehr erfreulich entwickelte sich das Handelsgeschäft mit Sekundärrohstoffen, vor allem angesichts der stark gestiegenen Altpapierpreise.

Weiter auf Wachstumskurs befindet sich das Geschäftsfeld Altholzrecycling. Die Marktpositionierung wurde durch Gründung weiterer Joint Ventures mit Entsorgungsunternehmen sowie den Erwerb der AVW Altholzverwertung Worms GmbH weiter verstärkt.

Das Geschäftsfeld Stahl- und Metallrecycling erzielte ein positives operatives Ergebnis. Der Umsatzsprung ist, wie bereits erwähnt, durch die Erstkonsolidierung der Hansa-Recycling zu erklären. Größtes Problem im Segment Stahlrecycling ist: Das Angebot an Schrott sinkt, der Bedarf steigt. Es wird immer schwieriger für Unternehmen der Interseroh-Gruppe (und auch für die Wettbewerber), die benötigten Mengen zu beschaffen. Dieses Phänomen gilt praktisch für alle Rohstoffmärkte. Innerhalb von zehn bis zwölf Jahren hat sich die Situation umgekehrt: vom Angebots- zum Nachfragemarkt. Für Interseroh bedeutet dies eine neue Funktion als Rohstoff-Beschaffer der Industrie.

Im 4. Quartal 2002 wird Interseroh das Ergebnis des 3. Quartals nicht ganz erreichen können. Dies liegt vor allem daran, dass sich seit August/September die Preise für Altpapier wieder auf ein gerade noch zufrieden stellendes Niveau zurückentwickelt haben. Für das Geschäftsjahr 2002 wird trotz der insgesamt schwierigen Konjunkturbedingungen beim Gewinn ein Ergebnis annähernd auf Vorjahresniveau erwartet. Beim Konzernumsatz ist angesichts der Erstkonsolidierung der Hansa-Recycling GmbH im Vergleich zum Geschäftsjahr 2001 eine signifikante Steigerung auf rund 633 Millionen Euro zu erwarten.

Enttäuschend ist der Kursverlauf unserer Aktie auch in diesem Jahr. Trotz solidem Geschäftsmodell, fundamental niedriger Bewertung und hoher Dividendenrendite musste das Papier heftige Kursabschläge hinnehmen. Wir sehen die Gründe dafür einerseits in der Marktentwicklung insgesamt - andererseits aber auch in Entwicklungen in einigen Bereichen der deutschen Entsorgungswirtschaft, die kritische Presseberichte zur Folge hatten, mit denen Interseroh von Anlegern fälschlicherweise in Verbindung gebracht wurde.

Ausblick 2003

Trotz der auch für 2003 sehr negativen Konjunkturprognosen bieten sich für Interseroh im nächsten Kalenderjahr gute Perspektiven.

- Elektro- und Elektronikgeräte: Die beschlossene EU-Richtlinie muss in nationales Recht umgesetzt werden. Die Interseroh AG verfolgt die Entwicklung und bereitet sich darauf vor, auch in diesem Bereich ihre Kernkompetenz der Organisationslösungen einzubringen.

- Pfandpflicht: Wenn die Pfandpflicht zum 1. Januar 2003 oder im Verlauf des Jahres nach einer Übergangsfrist eingeführt wird, sieht Interseroh gute Chancen in einer Zusammenarbeit mit dem Handel bei der Erarbeitung von sachgerechten Lösungen. Der Konzern rechnet damit, dass es kein einheitliches System geben wird, sondern statt dessen eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme, die aber untereinander alle kompatibel sein müssen. Interseroh bietet sich mit der Kernkompetenz der Organisationslösungen dem betroffenen Handel als leistungsfähiger Partner an. Das Unternehmen hat sich von Anfang an nicht für eine bestimmte Lösung positioniert, sondern immer darauf hingewiesen, dass sich verschiedene Systeme im Wettbewerb untereinander herausbilden werden. Zusätzlich zu der Kernkompetenz in der Bildung von Netzwerken besitzt Interseroh auch Know-how in der Verwertung einer Vielzahl von Sekundärrohstoffen.

- Selbstentsorger-Systeme: In diesem Bereich sieht Interseroh vor allem im Zusammenhang mit dem Aufbau eines flächendeckenden Systems zur Erfassung von Verkaufsverpackungen auch für die Zukunft hervorragende Entwicklungschancen. In der vergangenen Woche hat die Wettbewerbskammer des Landgerichtes Köln die Klage der DSD AG mit Hinweis auf die Rechtmäßigkeit der von Interseroh angebotenen Selbstentsorger-Systeme abgewiesen. Damit ist das Interseroh-Selbstentsorger-System auch rechtlich auf der sicheren Seite.

Weitere Information:
INTERSEROH AG
Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 02203/ 91 47-112
Telefax: 02203/ 91 47-406
E-Mail: presse@interseroh.de
Internet: www.interseroh.de
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