10.02.03

10.2.2003: Die im Licht - Umweltaktien mit Chancen auf die begehrten Indexplätze

Die Deutsche Börse AG hat die Rangliste der Unternehmen veröffentlicht, die für eine Aufnahme in die Aktienindizes DAX, MDAX, SDAX, TecDAX und NEMAX 50 in Frage kommen. Darin werden die aktuelle Marktkapitalisierung, der Börsenumsatz der Gesellschaften sowie die Einteilung der Unternehmen in klassische Branchen oder Technologiebranchen mitgeteilt. Die Rangliste dient als Grundlage für die Entscheidung über die Zusammensetzung der Indizes, die den Angaben zufolge am 11. Februar fallen soll. Am 24. März 2003 trete die neue Indexzusammensetzung dann in Kraft, so die Deutsche Börse.

Auch eine Reihe von Umwelt- und Nachhaltigkeitsunternehmen haben gute Chancen, in einen der Indizes aufgenommen zu werden. Für den MDAX stehen laut der Rangliste die Firmen Wella, Buderus, Heidelberger Druckmaschinen und SGL Carbon, möglicherweise auch der Eisenbahnzulieferer Vossloh AG in der engeren Auswahl. Im TecDAX werden mit hoher Wahrscheinlichkeit Aixtron, Drägerwerk, Wedeco und Nordex vertreten sein. Der Windturbinenbauer REpower darf zumindest noch auf eine Aufnahme hoffen.

Sämtliche deutsche Aktien seien einem der beiden Marktsegmenten Prime Standard und General Standard zugeordnet worden, hieß es. Für die Auswahlindizes kämen nur Unternehmen in Frage, die die höheren Transparenzanforderungen des Prime Standard-Segments erfüllten, hieß es. Deren Zahl belaufe sich auf bisher 370.

Dem DAX sollten weiterhin die 30 größten deutschen Werte angehören, berichtet die Börse; der MDAX setze sich aus 50 Werten der klassischen Branchen zusammen. Die 50 nächstgroßen Titel dieser Branchen sollten den SDAX bilden. Für Technologieunternehmen, diese waren bislang häufig am Neuen Markt notiert, wurde der neue Index TecDAX ins Leben gerufen. Dieser werde die 30 größten Werte der Technologiebranchen abbilden, so die Deutsche Börse AG. Den ehemals als Auswahlindex des Neuen Marktes gestarteten Nemax 50 wollen die Börsianer bis Ende 2004 weiter berechnen - die Kontinuität der darauf begebenen Finanzprodukte solle gewährleistet werden. Alle Auswahlindizes unterhalb des DAX sollen für ausländische Unternehmen offen sein.
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