10.03.06 Nachhaltige Aktien , Meldungen

10.3.2006: REpower Systems AG steigert Auftragsbestand um mehr als 50 Prozent - Windräder sind teurer geworden

Der Hamburger Windanlagenbauer REpower Systems AG hat die endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2005 vorgelegt. Laut dem börsennotierten Unternehmen belief sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf 328,1 Millionen Euro, nach 320,7 Millionen im Vorjahr. Das Betriebsergebnis EBIT lag mit minus 4,3 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau von minus 3,6 Millionen. Abweichungen zu den im Geschäftsbericht 2004 veröffentlichten Zahlen resultierten aus der nachträglichen Anwendung der neuen IFRS2-Bilanzierungsregeln, so REpower. Das Nettoergebnis verbesserte sich den Angaben zufolge von minus 9,6 Millionen Euro im Vorjahr auf minus 6,8 Millionen Euro.

Erstmals sei der höchste Absatz außerhalb Deutschlands erzielt worden, meldete REpower weiter. So habe die französische Tochter REpower S.A.S. im vergangenen Jahr 69 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 129 Megawatt in Frankreich und Belgien installiert. Der Auslandsanteil sei im Jahresverlauf bezogen auf die installierte Leistung von 31,9 Prozent auf 72,4 Prozent geklettert. Bezogen auf den Umsatz lag der Auslandsanteil der Meldung zufolge bei 73,1 Prozent gegenüber 32,7 Prozent im Vorjahr.

Aufgrund von Vertragsstornierungen wegen nicht erlangter Baugenehmigungen sei der Auftragsbestand um insgesamt 44 Windenergieanlagen bereinigt worden, berichtete REpower, er habe sich aber insgesamt deutlich erhöht. Zum 31. Dezember 2005 konnte der Auftragsbestand um mehr als 50 Prozent von 231 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 421,5 Megawatt auf 350 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 666,0 Megawatt gesteigert werden. Der Auftragsbestand umfasse Verträge über 232 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 444,0 Megawatt, die im Jahr 2005 geschlossen worden seien, so REpower.

Das Preisniveau für Windenergieanlagen habe sich im vergangenen Jahr spürbar verbessert. So habe man beim Auftragseingang im Berichtszeitraum einen durchschnittlichen Preis von 853.726 Euro je Megawatt erzielt, während für die Altaufträge aus den Vorjahren ein Durchschnittspreis von 730.175 Euro je Megawatt erlangt worden sei.

Als Erfolg verbuchen die Hamburger die Platzierung bei einer Serviceumfrage des Bundesverbands Windenergie. REpower habe als zweitbester Hersteller mit einem Durchschnittswert von 2,54 (Schulnotensystem) abgeschnitten, hieß es. An erster Stelle lag die seit Jahren erstplatzierte Enercon. An dritter Stelle folge Siemens. Befragt wurden den Angaben zufolge 2023 im Bundesverband gemeldete Betreiber. Die Wechselbereitschaft der REpower-Kunden betrage weiterhin 0,0 Prozent, kein Betreiber würde von REpower zu einem anderen Serviceunternehmen wechseln, obwohl laut Umfrageergebnis die Wechselbereitschaft im Gesamtmarkt zugenommen habe.

REpower Systems AG: ISIN DE0006177033 / WKN 617703
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